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der Heilige Ansgar
   

Ansgar-Werk auf dem Katholikentag

Das Ansgar-Werk ist auch auf dem diesjährigen Katholikentag in Mannheim vertreten:

Und zwar feiert der Bischof von Oslo, Norwegen, Bernt Ivar Eidsvig, am  Freitag , dm 8. Juni 2012 um 18.00 Uhr in der St. Sebatian-Kirche, F1, in Mannheim eine Eucharistiefeier  unter dem Thema: "Anstöße zum Aufbruch - Katholischsein in Nordeuropa": Konzelebranten sind Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Paderborn und der Osnabrücker Domkapitular  Msgr Ansgar Lüttel, Vorsitzender des Ansgarwerkes Osnabrück/Hamburg.   

Die St.-Sebastian-Kirche ist die älteste katholische Pfarrkirche Mannheims. Sie liegt im Zentrum und bildet mit dem Rathaus eine Einheit. Zwischen beiden befindet sich ein großer Turm.

                                

Nordische Bischofskonferenz 2012

Bischofskonferenz mit Bischöfin: Die Mitglieder der kath. Nordischen Bischofskonferenz mit den leitenden lutherischen Bischöfen nebst Bischöfin, Mitte.

Frühjahrskonferenz der Nordischen Bischofskonferenz in Kopenhagen

Die Nordische Bischofskonferenz traf sich zu ihrer Frühjahrskonferenz vom 8. bis 14. März in Kopenhagen.

Drei Tagesordnungspunkte standen auf der Agenda.1)    Das Jahr des Glaubens.2)    Das Gespräch mit den lutherischen Bischöfen der nordischen Länder.3)    Richtlinien zur Verhinderung von sexuellem Missbrauch. 4)    Die Probleme mit der Zuwanderung durch Polen.1) Um den 50. Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils zu feiern und die Neu-Evangelisation zu fördern, hat Papst Benedikt XVI. am ein Jahr des Glaubens von 11. November 2011 bis zum 24. November 2013 proklamiert. Die Nordischen Bischöfe unterstützen die Initiative des Papstes und sind vorbereitet, sich daran mit Predigten, Meditationen und Zusammenkünften zu Fragen des Glaubens zu beteiligen. Die Treffen werden in allen Nordischen Ländern veröffentlicht. Der Klerus, die Gemeinden, die katholischen Organisationen und die Jugend sind aufgefordert und ermutigt, teilzunehmen an diesen missionarischen Bestrebungen.2) Die Mitglieder der Nordischen Bischofskonferenz und die leitenden lutherischen Bischofe der Länder treffen sich regelmäßig, um Themen gemeinsamen Interesses zu diskutieren. Die Bischöfe diskutierten über die Herausforderungen und Probleme der Christlichen Gemeinschaft in diesem Teil der Welt auf. Der Hauptpunkt war bei dieser Gelegenheit die Frage der gemeinsamen Kommunion. Katholiken und Lutheraner haben bis jetzt keine Kommuniongemeinschaft. Für viele Gläubige ist das ein Skandal, aber trotz guten Willens auf beiden Seiten gibt es in dieser Frage bisher keinen theologischen Fortschritt. Die lutherischen und katholischen Bischöfe gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Vorbereitung wie die Feier des Luther-Jubiläums im Jahr 2017 die Kirchen näher zusammen und in Richtung Einheit bringt, indem sie die gemeinsamen Werte wiederentdecken.3) Um den notwendigen Schutz der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen und sexuellem Missbrauch zu verhindern sowie die Maßnahmen sicherzustellen, die in solchen Fällen ergriffen werden sollen, hat der Heilige Stuhl generelle Richtlinien herausgegeben.(http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20110503_abusominori_en.html ).Bis zum 10. Mai 2012 sollen alle nationalen und diözesanen Richtlinien  den vatikanischen angeglichen werden. Wegen der unterschiedlichen Rechtssprechung in den Nordischen Ländern in dieser Hinsicht sieht die Konferenz keine Möglichkeit, eigene Richtlinien herauszugeben. Die Kompetenz liegt vielmehr in der Verantwortung der jeweiligen Diözese.4) Die römisch-katholische Kirche in den Nordischen Ländern ist in letzter Zeit durch die Zuwanderung einer großen Zahl von Gläubigen aus Polen und anderen Ländern Ost-Europas angewachsen, seit diese Länder 2004 Mitglied der Europäischen Union wurden. In Island ist der Prozentsatz der Polen unter den Gläubigen auf 70% und in Norwegen ungefähr auf 50% gestiegen und er wächst noch, um nur zwei Beispiele zu erwähnen. Ohne Hilfe von polnischen Bischöfen und religiösen Orden stehen verschiedene Bistümer hilflos diesem seelsorglichen Problem gegenüber. Um die Lage mit dem polnischen Episkopat zu diskutieren, hatte die Konferenz Bischof Wieslaw Lechowicz, dem Weihbischof und Diözesanadministrator von Tarnow, eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen. Die Seelsorge an den Polen im Ausland ist nämlich die spezielle Aufgabe des Bischofs in der Polnischen Bischofskonferenz.Die nordischen Bischöfe und ihr Gast waren sich darin einig, dass die Verantwortung für die Polen in den Nordischen Ländern die gemeinsame Aufgabe der nordischen Ortsbischöfe wie der dafür kirchlich Verantwortlichen in Polen ist.Während der Bischofskonferenz statten die Bischöfe ihrem ehemaligen Konfrater, dem Altbischof von Kopenhagen, Msgr. Hans L. Martensen SJ, einen Besuch ab. Er war seit einigen Wochen krank und starb am 13. März.  Er war von 1965-1995 Bischof von Kopenhagen und für viele Jahre Verantwortlicher der Bischofskonferenz für die Ökumene.

Papst Johannes Paul II und Bischof Dr. Hans Ludvig Martensen SJ

Altbischof Dr. Hans Ludvig Martensen SJ von Kopenhagen beigesetzt

Am  13. März 2012 verstarb der dänische Altbischof Hans Ludvig Martensen SJ. gestärkt mit den Sakramenten der Kirche im Alter von 84 Jahren im Pflegeheim der Josefschwestern in Kopenhagen.
    Bischof Hans Ludvig Martensen wurde am 07. August 1927 in Ordrup bei Kopenhagen geboren. Im Jahre 1949 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und wurde am 15. August 1956 in Kopenhagen zum Priester geweiht.
    Nach Studien der dänischen Literatur und der Religionswissenschaft an der Universität Kopenhagen wurde er zum Weiterstudium an die päpstliche Universität Gregoriana nach Rom entsandt.
    Während der Arbeit an seiner Dissertation über Martin Luther wurde er am 22. März 1965 mit der Ernennung zum Bischof von Kopenhagen, das ganz Dänemark und Grönland umfasst, überrascht. Am 16. Mai desselben Jahres empfing vaus den Händen seines Vorgängers, Bischof Theodor Suhr OSB, die Bischofsweihe. Er war der erste Däne, der nach der Reformation in seinem lutherisch gewordenen Heimatland zum katholischen Bischof geweiht wurde. Bischof Martensen war viele Jahre Mitglied des römischen Einheitsrates und Co-Vorsitzender des katholisch-lutherischen Dialogforums.
    Am 22. März 1995 trat Bischof Martensen nach dreißigjähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen von der Leitung des Bistums Kopenhagen zurück. Er lebte seitdem in der Jesuitenkommunität an der Herz-Jesu-Kirche in Kopenhagen. Sein Wirken fand unter anderem Anerkennung durch Ehrendoktorate der Universitäten von Chicago, Bonn und Kopenhagen.
    Im Dezember 2011 siedelte er wegen seiner angeschlagenen Gesundheit in das Pflegeheim der Josefschwestern in Kopenhagen über.
    Während Bischof Martensens Amtszeit wurde das einzige katholische Bistum in Dänemark 1974 in den Hilfskatalog des Bonifatiuswerkes aufgenommen und die Unterstützung der dänischen Diaspora somit in feste Bahnen gelenkt. Dem Bonifatiuswerk war Bischof Martensen u.a. verbunden durch die Gründung der Katechetischen Zentrale, die die Diaspora-Kinderhilfe seitdem namhaft unterstützt. Er nahm 1992 die Weihe der ersten Klosterkirche im Land vor. Der Bau der Zisterzienserinnenabtei in Sostrup unter Äbtissin M. Theresa war eines der großen Projekte des Bonifatiuswerkes. Mit dem Bonifatiuswerk, dem Ansgar-Werk des Bistums Osnabrück wie dem Bitsum Osnabrück und anderen setzte sich Bischof Martensen für die Seligsprechung Niels Stensens 1988 ein. Wie für seinen Landsmann galt sein Engagement der weltweiten Verehrung des heiligen Ansgars. Bischof Martensen gründete zudem die alle zwei Wochen erscheinende Zeitung „Katolsk Orientierung“, die auch viele Leser in Deutschland hat. Natürlich sprach er selbst Deutsch.
Die Beisetzungsfeierlichkeiten fanden am Samstag, den 17. März 2012 um 12.00 Uhr im Sankt-Ansgar-Dom zu Kopenhagen statt.
 

 

Aktuelles

Inhalt:

Erzbischof Tscherrig zum Apostolischen Nuntius in Argentinien ernannt

Neue Kathedrale für Trondheim

Ergebnisse der Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Paderborn

Verspätete Kirchweihe in Lillehammer

Erzbischof Tscherrig zum Apost. Nuntius von Argentinien ernannt

Wie aus dem Vatikan verlautet, ist Erzbischof Emil Paul Tscherrig, bisher Apostolischer Nuntius in Schweden, Dänemark, Finland, Island und Norwegen am 5. Januar zum Apostolischen Nuntius in Argentinien ernannt worden.

Emil Tscherrig wurde als ältestes von 8 Kindern einer Schweizer Bergbauernfamilie geboren. Er trat nach seinem Abitur am Kollegium Brig in das Priesterseminar in Sitten und später in Givisiez ein.  Er empfing am 11. April 1974 die Priesterweihe. Er promovierte danach an der Päpstlichen Universität Gregoriana.  

Papst Johannes Paul II. berief ihn 1978 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Er wirkte zunächst unter anderem als Botschaftssekretär in Uganda, Südkorea, der Mongolei, und Bangladesch. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm am 26. November 1992 den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit.

Am 4. Mai 1996 wurde er von Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Voli, Kirchenprovinz Karthago, heute Tunesien, ernannt. Die Bischofsweihe erhielt er aus den Händen von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano. Mitkonsekratoren waren sein Schweizer Landsmann Henri Kardinal Schwery und sein Heimatbischof  Msgr. Norbert Brunner, Bischof von Sion. Johannes Paul II. bestellte ihn zum Apostolischen Nuntius im afrikanischen Krisengebiet Burundi.

2000 wurde er zum Apostolischen Nuntius zahlreicher Kleinstaaten in Mittelamerika berufen und 2004 übernahm er die Nuntiaturen in Korea und der Mongolei.

Papst Benedikt XVI. ernannte ihn 2008 zum Nuntius für die nordischen Länder Schweden, Dänemark, Finland, Island und Norwegen mit Sitz in der Nähe von Stockholm. Am 5. Januar 2012 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Nuntius in  Argentinien berufen.

Das Ansgar Werk dankt Erzbischof Tscherrig für seinen Einsatz in den nordischen Ländern und wünscht ihm viel Erfolg in Argentinien.

Neue Kathedrale für Trondheim

St. Olav Kirche, Trondheim

Neue Kathedrale für Trondheim
Auf einer Pressekonferenz am 20. Septrember 2011 stellten das Bonifatiuswerk und die Nordische Bischofskonferenz ein neues Projekt vor: Die Prälatur Trondheim plant den Neubau ihrer katholischen Kathedralkirche. Das gab der Apostolische Adminstrator der  Prälatur, der Osloer Bischof Bernt Eidsvig, in der Zentrale des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken in Paderborn bekannt. „Der bautechnische Zustand der alten Kirche ist untragbar und nicht renovierungsfähig, gleichzeitig ist die alte Kirche für die wachsende Gemeinde in Trondheim zu klein, so haben wir uns für den Neubau entschieden“, sagte Msgr. Eidsvig auf der Pressekonferenz zur Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz. Die Bischöfe aus Norwegen, Schweden, Island, Finnland und Dänemark tagten auf Einladung des Bonifatiuswerkes und Erzbischof Hans-Josef Beckers in Paderborn.

Die neue Kirche soll am alten Standort des alten Gotteshauses entstehen, der sich gegenüber dem norwegischen Nationalheiligtum, dem Nidaros-Dom, befindet. „Wir sind uns der Bedeutung dieses Standortes bewusst und wollen dem besondere Rechnung tragen“, betonte Bischof Eidsvig. Er wünscht sich, dass die Kirche bis zum 1.000-jährigen Gedenken der Taufe des heiligen Olavs 2014 fertig gestellt ist. Bei den Kosten wird von rund 9,5 Millionen Euro ausgegangen.


„Die Prälatur Trondheim mit rund 9.300 Katholiken kann den Bau ihrer Kathedrale nicht alleine stemmen. Sie brauchen die Hilfe aus Deutschland“, unterstrich der
Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, und sagte die Unterstützung des Projektes durch das Bonifatiuswerk zu. Die Katholiken in Norwegen leben in einer extremen Minderheiten Situation. 1,3 Prozent der Bevölkerung sind im Bereich Trondheim katholisch, sie leben in der Diaspora.
Ihren besonderen Dank an die Spenderinnen und Spender des Bonifatiuswerkes sprachen die nordischen Bischöfe in Paderborn aus. „Vieles, was für die Kirche in unseren Ländern existentiell notwendig ist, wäre nicht möglich, hätten wir die segensreiche Hilfe aus Deutschland nicht“, betonte der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz und Stockholmer Bischof, Anders Arborelius, auf der Pressekonferenz.

Die kleinen Diaspora-Kirchen, der Katholikenanteil in den nordeuropäischen Ländern liegt zwischen 0,2 und 3 Prozent, verfügen über nur sehr begrenzte eigene Mittel. Der Bau und die Instandhaltung von Kirchen, Gottesdienststätten und Gemeindehäusern, können nur zum geringen Maße selbst geschultert werden, ebenso die Aufwendungen für die Glaubensweitergabe an Kinder und Jugendliche in den großen Flächenländern. Allein im Jahr 2010 reichte das Bonifatiuswerk deshalb 2,1 Millionen Euro an die Katholiken in Nordeuropa weiter. 13 Bauprojekte sowie Projekte der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt damit das deutsche Diaspora-Hilfswerk.

„Die Kirche in Nordeuropa steht gerade heute vor besonderen Herausforderungen“, unterstrich Monsignore Austen. „Anders als in Deutschland oder Westeuropa ist die Kirche in den Ländern des Nordens im Wachstum begriffen.“ Gerade in dieser Situation könnten neue Aufbrüche in der Diaspora-Kirche beobachtet werden, so der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Um die Chance jungen Menschen zu ermöglichen, von den Aufbrüchen in der katholischen Diaspora zu lernen, baue das Bonifatiuswerk zurzeit ein Angebot für Praktikanten und Stipendiaten in Nordeuropa aus.

Bedeutende Projekte des Bonifatiuswerkes in Nordeuropa sind außerdem der Bau einer Kirche mit Gemeindezentrum in Södertälje, wohin weit mehr als 5.000 katholisch-chaldäische Christen aus dem Irak geflüchtet sind; das Newman-Institut in Uppsala, das im letzten Jahr als erste katholische Hochschule in Skandinavien nach der Reformation vom Staat anerkannt wurde; der Bau von kontemplativen Klöstern in Trondheim-Tiller, Tautra und Munkeby.

Für den Bau der Kathedrale in Trondheim richtete das Bonifatiuswerk ein eigenes Spendenkonto ein:

Konto: 10000112
Bankleitzahl 47260307
IBAN DE 13472603070010000112
BIC GENODEM 1BKC
Bank für Kirche und Caritas
Empfänger: Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Verwendungszweck: Kathedrale Trondheim

Natürlich können Spenden für den Neubau der Kathedrale auch über das Ansgar-Werk weitergereicht werden.

 

Vor den historischen Rathaus zu Paderborn: Von links Bischof Bernt Eidsvig, Oslo, Trondheim, Bischof Ceslaw Kozon, Kopenhagen, Bischof Teemu Sippo, Helsinki, Msgr. Georg Austen, Bonifatiuswerk, Altbischof Gerhard Schwenzer, Oslo, Georg Ferdinand Freiherr von und zu Brenken, Präsident des Bonifatiuswerks, Bürgermeister Hans Paus, Sr. Anna Mirjiam, cps, Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Anders Arborelius, Stockholm, Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Berislav Grgic, Prälatrur Tromsö, Erzbischof Hans-Josef Becker, Paderborn, Bischof Peter Bürcher, Reykjavik

http://wtacke@arcor.de

Ergebnisse der Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Paderborn

Die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz haben am Mittag, dem 21. September 2011 die Vollversammlung in Paderborn beendet. Auf Einladung von Msgr. Hans-Josef Becker, Erzbischofs von Paderborn und des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken waren sie knapp eine Woche in der Stadt des Heiligen Liborius zu Gast.

Neben den verschiedenen Arbeitssitzungen standen auch kulturelle und gottesdienstliche Veranstaltungen auf dem Programm.

Die nordischen Bischöfe feiern feierliches Ponitfikalamt im Hohen Dom in Paderborn

Am Sonntag, dam 18. September zelebrierten die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz im Hohen Dom zu Paderborn ein feierliches Pontifikalamt. Hauptzelebrant war Bischof Anders Arborelius (Bischof von Stockholm und Vorsitzender der NBK), die Predigt hielt Bischof Teemu Sippo aus Finnland. 

Herbstvollversammlung vom 16.-21. September 2011

Die Herbstvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz findet auf Einladung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und des Paderborner Erzbischofs vom 16. bis 21. September 2011 erstmals in Paderborn statt.

An der Herbstvollversammlung nehmen alle Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz teil:
-           Bischof Anders Arborelius, Vorsitzender der NBK (Bistum 

            Stockholm/Schweden),

-           Bischof Bernt Eidsvig (Bistum Oslo und Prälatur Trondheim/Norwegen),

-           Bischof Berislav Grgiç (Prälatur Tromsø/Norwegen),

-           Bischof Peter Bürcher (Bistum Reykjavik/Island),

-           Bischof Teemu Sippo (Bistum Helsinki/Finnland),

-           Bischof Czeslaw Kozon (Bistum Kopenhagen/Dänemark).

Außerdem ist der Altbischof von Oslo, Bischof Gerhard Schwenzer, anwesend.

Themen der Tagung sind unter anderem

-          die Priesterseminare in Nordeuropa

-          die Bischofssynode zur Neuevangelisierung 2012 in Rom

–          Neuevangelisierung aus Sicht der Diaspora

-           die Zukunft der ökumenischen Zusammenarbeit in den nordeuropäischen

            Ländern

-           der geplante Neubau der katholischen Bischofskirche in Trondheim in

            Norwegen

-           der Umgang der katholischen Kirche mit dem Attentat von Oslo

Nordische Bischöfe feiern Gottesdienst im Paderborner Dom

Die Bischöfe aus Nordeuropa feiern am kommenden Sonntag um 10 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn das Kapitelsamt. Hauptzelebrant ist der Bischof von Stockholm, Msgr. Anders Arborelius. Die katholischen Bischöfe aus Norwegen, Finnland, Island und Dänemark sowie der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen, konzelebrieren. Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet durch das Hildegard-Ensemble aus Kopenhagen.

Außerdem feiern die nordischen Bischöfe am Sonntag um 18.30 Uhr eine feierliche Vesper in St. Johannes Baptist in Büren-Siddinghausen. Am Montag zelebrieren sie um 19 Uhr die Abendmesse in St. Kilian in Büren-Brenken.

Die Nordische Bischofskonferenz thematisierte auf ihrer Herbstvollversammlung in Paderborn auch die augenblickliche Situation:

Die katholische Kirche in den nordischen Ländern wächst

Die katholischen Bistümer in Skandinavien - Kopenhagen, Stockholm, Oslo,  Helsinki, Reykjavik, Tromsö und Trondheim - zählen derzeit einer vorsichtigen  Berechnung nach etwa 430.000 Katholiken und diese Zahl wächst weiter an, wenn auch  nicht gleichmäßig.   Drei Faktoren tragen zum Wachstum bei: Einwanderung, Konversionen und viele Taufen  – das Durchschnittsalter der Katholiken ist durchgehend niedrig.  In den letzten 18  Monaten hat sich die Anzahl der registrierten Gläubigen in den territorialen Prälaturen  Trondheim und Tromsø sogar verdoppelt.     

Flüchtlinge und Einwanderer 

Die große Mehrheit der nordischen Katholiken sind Flüchtlinge und  Einwanderer. Im Blick auf die Herkunftsländer gibt es nationale Unterschiede, aber es  lässt sich feststellen, dass die Mehrheit aus Asien und Ost-Europa zu uns kommen. SüdEuropäer, Latein-Amerikaner und Afrikaner sind jedoch auch gut vertreten. Jede Pfarrei  wird zur kleinen Weltkirche. Realistischer ist die Universalität der katholischen Kirche  kaum anderswo zu erleben.    

Integrierende Liturgie 

Die Liebe zur Liturgie war schon im Mittelalter sehr deutlich erfahrbar  im  Norden Europas, u. a. hat Adam von Bremen (11. Jhd.) dies bemerkt. Dieser Schatz ist uns  geblieben. Im Gottesdienst ist es den Gläubigen möglich die Einheit mit allen zu erleben.  In einigen Pfarreien sind mehr als 150 Nationaliäten vertreten. Durch dieselbe Liturgie  werden sie allerdings zusammengebunden. Für Feiern in unterschiedlichen Sprachen  wird auch gesorgt.   

In jedem skandinavischen Land gibt es eine eigenständige Entwicklung. Die  Kirche bemüht sich,  den Einwanderern eine Brücke in die neue Kultur und Lebensform   zu bauen. Dafür muss sie immer wieder ihre eigenen pastoralen Konzepte und  seelsorglichen Strategien erweitern. Die Priesteramtskandidaten werden sowohl im  eigenen Land als auch im Ausland ausgebildet.    

Glaubensvermittlung 

Die skandinavischen Länder sind über die letzte Jahrzehnte deutlich  säkularisiert worden. Die Kirche versucht jedoch, die christlichen Werte zu erklären und  zu verteidigen. Unsere katholischen Schulen sind durch ein gutes pädagogisches Niveau  und eine klare Glaubensvermittlung geprägt. Die katholische Hochschule in Uppsala  (Schweden) eröffnet den Zugang zur akademischen Bildung und Tradition unserer  Kirche.   

Klostergründungen 

In den letzten Jahren sind viele neue Klöster in unseren Ländern gegründet worden. Traditionen, die seit der Reformation unbekannt waren, finden neuen Ausdruck.  Bemerkenswert ist auch die Bedeutung der Klöster für die ökumenische  Zusammenarbeit. 

Verspätete Kirchweihe in Lillehammer

Verspätete Kirchweihe in Lillehammer

Am 4. Dezember feierte die Gemeinde St. Marien in Lillehammer das 40-jährige Bestehen der Mariakirche in der Weidemanngasse. Die Gründung der katholischen Kirchengemeinde in Lillehammer und die Errichtung der Mariakirche geht ganz wesentlich auf einen Mann zurück, den aus Cappenberg in Westfalen stammenden Priester Gerhard Parthe (+1971). Seine Vision und sein Durchsetzungswillen, gepaart mit der Einsatz- und der Spendenfreude vieler Freunde aus der Heimat und insbesondere aus dem Kolpingwerk ließen nach wenigen Jahren Wirklichkeit werden, was dem damaligen Osloer Bischof John Willem Gran wie eine Spinnerei vorkam: Ein ansehnlicher Kirchenraum bietet seit 40 Jahren für über 200 Gottesdienstbesucher aus der ganzen Region um Lillehammer ein angemessenes Zuhause für Gottesdienst und Begegnung.

Nach einigen Krisen wächst die Gemeinde nun wieder seit einigen Jahren, mehrheitlich bedingt durch Einwanderung katholischer Christen aus aller Welt: mehr als 60 verschiedene Nationen bilden eine lebendige – und verhältnismäßig junge – Gemeinde in dieser vor allen vom Winter-Tourismus stark geprägten Region. 

Anlässlich des Jubiläums wurde nun in einem feierlichen Gottesdienst nachgeholt, was  vor 40 Jahren versäumt wurde. Damals wurde die Kirche nämlich nur benediziert: Nun aber konsekrierte Bischof Bernt Eidsvig von Oslo in einer beeindruckenden Zeremonie den Altar, die Apostelkreuze und das ganze Gebäude unter großer Anteilnahme der Gemeinde und vieler Gäste aus Nah und Fern.

Die weiteste Anreise hatte dabei wohl eine Delegation aus dem Heimatort des ersten katholischen Pfarrers von Lillehammer, aus Cappenberg am südlichen Rande des Münsterlandes: Fünf Personen aus der Pfarrgemeinde St. Johannes waren der Einladung nach Lillehammer gefolgt, unter ihnen Heribert Grieseholt, ein Neffe des verstorbenen Pfarrers Parthe, und P. Altfried Kutsch OPraem, der Pfarrer von Cappenberg und Präses der dortigen Kolpingsfamilie. 

Neben der feierlichen und würdevollen Liturgie begeisterte die deutschen Gäste besonders die herzliche Gastfreundschaft in den aufnehmenden Familien und die große Offenheit der norwegischen Katholiken mit ihren anders denkenden und glaubenden Nachbarn: So zogen der Bischof und die gesamte Festgemeinschaft nach dem Gottesdienst froh gestimmt zum Festbankett nicht etwa in ein kirchliches Haus, sondern geradewegs in die großzügigen Räumlichkeiten der örtlichen Freimaurerloge. Hier gab es neben einem reichlichen Angebot an Speisen und Getränken und verschiedenen Darbietungen aus dem kulturellen Gemeindeleben auch die Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch. Insbesondere viele deutschstämmige Ordensfrauen und Einwanderer suchten dabei gern den Kontakt zu den deutschen Gästen und freuten sich, wieder einmal in der eigenen Muttersprache sich unterhalten zu können. 

Dass die neu belebten Kontakte zwischen Lillehammer und Cappenberg nicht wieder abreißen, dazu soll auch eine Deutschlandreise dienen. Sie führt die Gruppe aus Lillehammer in Erinnerung an den 40. Todestag von Gerhard Parthe im Herbst des kommenden Jahres auch an das Grab des Seelsorgers auf dem Cappenberger Friedhof. Schon jetzt haben 18 Personen ihr Interesse an einer solchen Reise in die Heimat ihres ersten Pfarrers bekundet, bei der die Gäste nach Möglichkeit in Privatquartieren in der Cappenberger Gemeinde Unterkunft finden sollen. Wer grundsätzlich dazu bereit und in der Lage wäre, Gäste dieser Gruppe für wenige Tage in seinem Haus aufzunehmen, hat schon jetzt die Gelegenheit dazu, sich im Pfarramt (02306-50511) vormerken zu lassen. 

Eine Fotostrecke mit Bildern von der Reise nach Lillehammer und von der Altar- und Kirchenweihe findet sich im Internet unter der Webadresse       picasaweb.google.com/104895468521042641020/40JahreMariakirkeLillehammer02; P. Altfried Kutsch OPraem, Kath. Pfarramt St. Johannes, Schloss Cappenberg 1, 59379 Selm (Tel. 02306-50511 od. 01515 1428 177)