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Kurs in Kirchengeschichte in Oslo Einer der Missionare, der ihm bei der Christianisierung zur Seite stand, der englische Bischof Grimkell von Nidaros, baut über seinem Grab eine Kapelle und erklärt ihn zum Heiligen. Im 11. Jahrhundert entsteht über seinem Grab die möchstigste Kathedrale Norwegens, der Nidaros-Dom zu Trondheim, in dem seine Reliquien verehrt wurden. Sein Gedenktag ist in Norwegen der 29. Juli, da er an diesem Tag im Jahre 1030 in der Schlacht bei Stiklestad gegen den Dänenkönig Knud stirbt. Seine Verehrung ging weit über Norwegen hinaus. Unzählige Kirchen in England wurden ihm als Patron geweiht. Die katholische Kirche in Norwegen
Die Geschichte der katholischen Kirche in Norwegen geht zurück auf die Zeit der Staatsbildung um 900. Christliche Könige gab es ab 930, aber erst nach dem Tode König Olavs des Heiligen anno 1030 kann man von Norwegen als einer christlichen Nation sprechen. Die norwegische Kirchenprovinz wurde 1153 errichtet mit dem Sitz des Erzbischofs in Nidaros - Trondheim. Im Hochmittelalter erlebte sowohl die Kirche als auch das Land eine Blütezeit. In dieser Periode gab es zahlreiche Klostergründungen. Literatur, Volkslieder, Kunst und Architektur bezeugen die starke Position der Kirche im Volk. Der nationale Niedergang Norwegens im Spätmittelalter hat auch die Kirche beeinträchtigt, doch kam es zu keinem allgemeinen religiösen Verfall. Dann war die katholische Kirche in Norwegen zunächst verboten. Das apostolische Vikariat Schweden wurde in Norwegen mit königlicher Resolution vom 6. März 1843 zugelassen. Der König erlaubte die Errichtung der Pfarre St. Olav. Bald wurden Missionen in Alta, Finnmark, Tromsø sowie in Bergen errichtet. 1843 waren alle Katholiken Ausländer, und bis nach dem 2. Weltkrieg haben viele Norweger den Katholizismus als etwas Fremdes empfunden. Der Einsatz der Ordensschwestern in Spitälern und Schulen samt der klaren Haltung der Kirche dem Nationalsozialismus gegenüber während des Krieges trugen sehr viel dazu bei, die antikatholische Haltung abzubauen. Auch katholische Schriftsteller wie Sigrid Undset haben dazu beigetragen. 1868 wurde Norwegen zu einer Mission sui juris, der untersten Stufe der katholischen Hierarchie erhoben. Diese wurde bereits 1869 in eine Apostolische Präfektur umgewandelt. An deren Spitze steht ein Priester, der bischöfliche Kleidung trägt, gewisse bischöfliche Funktionen übernimmt, aber keine Bischofsweihe besitzt. 1931 wurde die Präfektur in den Rang eines Apostolischen Vikariats erhoben. Das ist so etwas wie eine Missionsdiözese im Werden: Der Vikar ist Titularbischof und untersteht der Kongregation de Propaganda Fidei in Rom. 1953 wurde das Vikariat zum Bistum erhoben. Im Gegensatz zu den Bistümern Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Reykjavik umfaßt das Bistum Oslo jedoch nicht das gesamte Königreich Norwegen, sondern es gibt in Trondheim und Tromsö noch zwei Territorial-Prälaturen, an deren Spitze jeweils ein Bischof steht. 1931 wurden in Trondheim wie in Tromsö jeweils eine Mission sui juris errichtetm, die 1935 in eine apostolische Präfektur umgewandelt wurde. 1955 errichtete Rom in Tromsö das Apostolische Vikariat Nord-Norwegen und in Trondheim das Apostolische Vikariat Mittel-Norwegen. Seit 1979 sind beide Stifte Territorial-Pfarreien. In Trondheim gibt es laut Päpstlichem Jahrbuch 2004 3 228 Katholiken unter 637 400 Einwohnern. Es gibt fünf Pfarreien mit 6 Weltpriestern 2 Ordensgeistlichen und 15 Schwestern. In Tromsö gibt es 1 651 Katholiken unter 462 711 Einwohnern auf einem 175 618 qkm großem Gebiet. Die werden von 6 Priestern, 8 Ordensmännern und 222 Ordensfrauen seelsorglich betreut. Seit den 60er Jahren bekommt die Kirche bedeutende finanzielle Unterstützung vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und den Ansgar-Werke in Deutschland. Quelle: Katholische Kirche in Norwegen, Internet. Wieder Birgittenkloster in Trondheim In Norwegen wird es bald wieder erstmals seit der Reformation ein Birgittenkloster geben. Es gehört jedoch nicht dem Birgittenorden an, der direkt auf die Heilige Birgitta von Schweden zurückgeht. Denn deren Klöster gingen bis auf vier im Gefolge der Reformation unter. Das Kloster in Trondheim gehört zum neuen Zweig des 1911 von Mutter Elisabeth Hesselblad gegründeten Birgittenorden mit dem Mutterhaus an der Piazza Farnese in Rom. Der Trondheimer Prälat, Bischof Georg Müller legt den Grundstein für des neue Kloster am 20. August 2007. Ende 2008 wollen die derzeit vier Birgittenschwestern dort einziehen. Sie kamen bereits vor rund zehn Jahren nach Norwegen und leben zur Zeit in einem Einfamilienhaus, Adresse: Birgittaklosteret, Idrettsveien 14, Heimdal, Trondheim. Zu dem neuen Kloster-Zentrum sollen neben der Kirche und den Schwesternzimmern ein Pfarrsaal, ein Trakt für Gäste sowie Betreuungsräume für Kinder gehören. Für den Bau des Klosters gab es 2005 einen Wettbewerb an der Fachhochschule Köln mit architektonisch eigenwilligen Entwürfen. Einer der Studenten, der einen besonders interessanten Entwurf vorlegte, war ein Moslem. www.f05.fh-koeln.de/imperia/md/content/ fakultaet/publikationen/birgittenkloster_ebook.pdf Das Projekt kostet rund 7 Millionen €. An ihnen beteiligen sich das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und das St.-Ansgarius-Werk in Köln. Dem kontemplativen Birgittenorden mit Sitz in Rom gehören heute weltweit über 600 Schwestern an. Deren Generaläbtissin, Mutter Tekla Famiglietti, bemüht sich, den ökumenisch offenen Orden wieder in den Ländern präsent zu machen, wo er es bereits vor der Reformation heimisch war: In Mittel- und Nordeuropa. - Diesem Bestreben verdankt Bremen sein Birgittenkloster. - Zu Trondheim hat der Orden übrigens eine ganz besondere Beziehung, pilgerte doch die Heilige Birgitta von Schweden (1303-1373) mit 36 Jahren zum Schrein des Heiligen Olav im St.-Nidaros-Dom zu Trondheim. Keine „Konvertitenkirche“ der Intellektuellen Mit freundlicher Genehmigung der Tagespost Oslo/Haugesund (DT/KNA) „Salve Regina...“ ertönt der Gregorianische Gesang der kontemplativen Dominikanerinnen im Lunden-Kloster am Stadtrand von Oslo. Die untergehende Sonne lässt ihre letzten Sonnenstrahlen durch das Eingangstor des roten Ziegelbaus ins Innere fallen, die zwitschernden Vögel draußen scheinen mit dem Gesang innen konkurrieren zu wollen. Hier formt sich derweil eine kleine Prozession, die sich durch das kleine Kloster fortbewegt, betet und singt, vor einer Marienskulptur mit Kind und einem Bild des heiligen Dominikus verharrt. Neun Schwestern aus fünf Nationen bilden eine Oase des Gebets und der Kontemplation. „So international wie unsere Gemeinschaft ist auch die katholische Kirche Norwegens. Es gibt in unserem Kloster schon mal Eucharistiefeiern, bei denen vierzig Gläubige dreißig Nationen repräsentieren“, bemerkt Schwester Maria-Thomas, gebürtig aus Osnabrück. So ist die Katholizität deutlich spürbar. Die Ordensschwester kam vor Jahren zur dominikanischen Klostergemeinschaft in Oslo und ist ihr bis heute treu geblieben. „Na ja, wir beten intensiv für norwegische Berufungen. Das ist uns schon ein ausgesprochen wichtiges Anliegen“, fährt sie fort. Von vermeintlicher kontemplativer Schweigsamkeit ist erst einmal nichts zu spüren. Die Schwester strotzt vor Energie und Tatendrang. „Die Offenheit unserer Gemeinschaft ist wichtig. Schließlich leben wir in einem Gebiet, das einerseits protestantisch ist, andererseits aber auch sehr säkularisiert. Da muss man als Gemeinschaft das Katholische betont unterstreichen, zugleich jedoch offen auf die Leute zugehen. Ich meine dies nicht im Sinne eines Apostolats von Tür zu Tür, sondern in dem Sinne, dass uns die Menschen der Umgebung jederzeit aufsuchen können, wenn sie sich nach ein wenig Stille, Frieden, Gebet, Liturgie oder auch einem seelsorglichen Gespräch sehnen. Die meisten Katholiken bei uns sind ja konvertierte Lutheraner. Die haben etwas in der katholischen Kirche gefunden, was sie bei sich vermisst haben“, fügt die zweite deutsche Ordensfrau im Kloster, Schwester Hildegard aus Aachen hinzu. „Das Kloster gehört zwar einer französischen Dominikanerprovinz an, ohne die Hilfe der deutschen Kirchenhilfswerke St. Ansgarius und St. Bonifatius könnten wir aber nicht überleben. Diese Hilfe ist ausgesprochen wichtig für uns.“ Zu Weihnachten kommt Post von der protestantischen Königin Wie kommen Katholiken in der norwegischen Gesellschaft an? „Ich denke, wir haben einen sehr guten Ruf. Lassen Sie mich nur zwei Beispiele nennen: Die norwegische Königin, selbst Protestantin, ist den kontemplativen Orden sehr zugetan. Sie hat schon einige besucht und auch wir waren schon mal bei ihr zu Besuch. Unser Gebet schätzt sie sehr wohl. Die sehr persönlich gehaltenen Weihnachtskarten von ihr sind ebenfalls Zeichen von Sympathie und Wohlwollen. Und vor Jahren war ja der damalige Heilige Vater Johannes Paul II. hier in Norwegen zu Besuch. Er stand mit dem Königspaar auf deren Balkon, um die Anwesenden zu begrüßen. Das war schon ein gewaltiges Zeichen! Eine echte Ausnahme! “An einer Straßenkreuzung gut sichtbar befindet sich im Zentrum von Oslo die katholische Hauptkirche, die St. Olav-Kathedrale. Innen schlicht mit Reliquien des heiligen Olav und schönen Glasfenstern, die die großen skandinavischen Heiligen zeigen. Die Kirche ist um die Mittagszeit leer, nur eine Frau auf der hinteren Bank ist anwesend, die im Gebet versunken zu sein scheint. Im dahinterliegenden Bischofshaus residiert Bischof Bernt Eidsvig von Oslo; ehemals Lutheraner, konvertierte er vor Jahren zum Katholizismus. Heute hat er eine besondere Verbindung zu Österreich, ist er doch selbst Augustinerchorherr in Klosterneuburg. „Unsere Kirche ist im Aufbruch! Um die 200 000 Gläubige dürfte die katholische Kirche Norwegens haben“, bemerkt der Oberhirte sichtlich froh. „Gut 57 000 sind es nach offiziellen Angaben im Jahr 2004 gewesen. Das kommt einem Wachstum von einem Prozent auf vier Prozent gleich. Dies dürfte, auch wenn Norwegen selbst ja kein EU-Land ist, mit der EU-Osterweiterung zusammenhängen. Sehr viele Immigranten stammen aus Polen, eine kleinere Zahl auch aus Litauen. Das Gesicht der katholischen Kirche, ursprünglich deutsch-holländisch, ist heute eher asiatisch-osteuropäisch, wobei die gebürtigen Norweger eine Minderheit von zehn Prozent der Katholiken darstellen. Die Einwanderung bringt es mit sich, das wir nicht mehr nur als ,Konvertitenkirche‘ von Wissenschaftlern und Künstlern gesehen werden, sondern auch als Kirche einfacher Handwerker und Facharbeiter.“ Nach Meinung des katholischen Bischofs ist der Status der lutherischen Kirche als Staatskirche ein „Anachronismus“ und wenn sich auch an ihrem Status in naher Zukunft nichts ändern dürfte, so dürften doch die „konfessionellen Passagen in der Verfassung“ wohl in nicht allzu langer Zeit verschwinden. Das Verhältnis zu den Protestanten ist nichtsdestoweniger gut. So sind die evangelischen Christen beispielsweise hilfsbereit, wenn es um das Bereitstellen von Gebäuden oder Kirchen für die Katholiken geht. Theologische Gespräche werden geführt, die karitative Zusammenarbeit ist ausbaufähig. Das katholische Priesterseminar ist erst seit kurzem in Funktion. Spielte sich die Ausbildung bisher überwiegend im Ausland ab, so werden nun die ersten Priesterseminaristen an der Protestantischen Unabhängigen Theologischen Fakultät in Oslo ihr Studium beginnen. Manche Fächer werden gemeinsam gelehrt, katholische Kernfächer wie beispielsweise Dogmatik oder Moraltheologie und auch Philosophie durch katholische Dozenten. Wie bereits angedeutet, hat die norwegische katholische Kirche im Ausland das Image einer ,Konvertitenkirche‘, aber das „könne man nicht so ohne Weiteres stehen lassen“ erwidert der Bischof. „Zunächst einmal gibt es bei uns nur 150–200 Konversionen pro Jahr. Das ist für ganz Norwegen nicht viel. Der Anteil der Norweger an den Katholiken geht zurück. Ein Drittel der Konvertiten sind Intellektuelle, die aus liturgischen, theologischen, insbesondere ekklesiologischen und sakramententheologischen sowie auch kirchengeschichtlichen Beweggründen katholisch werden, ein Drittel werden katholisch aufgrund von Heirat und das letzte Drittel hat unterschiedlichste Beweggründe; neben Liturgie und langjährigem Kontakt mit dem katholischen Glauben aufgrund von Auslandsaufenthalten sind das auch Lutheraner, die von der Ehe-Diskussion, die in ihrer Kirche geführt wird, genervt sind oder Orthodoxe, die sich an den innerorthodoxen Streitigkeiten stören.“ Die Hauptaufgaben sind für den Bischof auch klar: „Glaubensvertiefung, Glaubensverkündigung und das Beispiel von Katholiken, die den Glauben vorleben und ausstrahlen.“Der katholische Sprengel in diesem skandinavischen Land mag klein sein, dennoch ist er durchaus aktiv. Die monastische Dimension der Kirche ist sicherlich wichtig. „Es entspricht der Mentalität Norwegens, dass die Kirche Klöster hat.“ So führen beispielsweise die Kapuziner eine Pfarrei im Herzen Oslos, unweit des arabisch-dominierten Viertels. Das Christentum in Norwegen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Nachdem es bereits im zehnten Jahrhundert stellenweise eingedrungen war, fasste es hier im elften Jahrhundert Fuß. Im sechzehnten Jahrhundert führte die vom dänischen König aufgezwungene Reformation zu einem Niedergang der katholischen Kirche, bevor infolge der Aufklärung 1845 die Religionsfreiheit gewährt wurde und es zu einem bescheidenen Neuanfang der katholischen Kirche kommen konnte. Vorbei an tosenden Wasserfällen, tiefblauen Fjorden, bewaldeten Hängen, reißenden Flüssen und schneebedeckten Gipfeln, ohne häufig auf Kilometer einer einzigen Menschenseele zu begegnen, begeben wir uns an die Westküste Norwegens ins Städtchen Haugesund. Auf der Fahrt passieren wir Holzstabkirchen mit gepflegten Friedhöfen, ein Schwarm Gänse zieht über den rosa gefärbten Himmel dahin und nachts ist der Sternenhimmel so klar wie selten wo im übrigen Europa. In Haugesund wohnt und arbeitet Ireneusz Zielinski, studierter Arzt und heute Pfarrer von St. Josef. Die unscheinbare weiße Kirche findet sich an einem Ende der Hauptstraße von Haugesund. Draußen weht eine kleine vatikanische Flagge, die sich gegen die Flaggen Norwegens markant abhebt. Eine gute Prise Patriotismus ist bei den Norwegern vorhanden. „Vor einiger Zeit war es hier sehr ruhig“, fängt der Priester zu erzählen an. „300 Katholiken auf einem riesigen Gebiet. Aber jetzt!“ Er hält kurz den Atem an. „Schätzungsweise viertausend Katholiken sind es, um die ich mich nun kümmern muss. Die Zahl der Messbesucher steigt stetig an. Insbesondere die Arbeiter aus Osteuropa haben die Situation völlig auf den Kopf gestellt!“ So verwundert es nicht, dass am Sonntag morgen die polnische Sprache den Kirchenraum füllt. Man ist nicht in Warschau oder Tschenstochau, dem ungeachtet ist die Kirche bis auf den letzten Platz mit polnischen Gläubigen gefüllt. Der vertraute Glaube aus ihrer Heimat gibt diesen Menschen im Ausland Halt. Dabei ist Pfarrer Zielinski häufig mit nicht-pastoralen Aufgaben beschäftigt: Behördengänge, Übersetzungen, kleine praktische Hilfen. Dazu kommen Messen, Katechesen, Hausbesuche. Langweilig wird ihm nicht. Manchmal wird es ihm dann doch etwas viel. Nachdem die Polen die Kirche verlassen haben, findet die zweite Messe statt. Norweger, etwas weniger, aber nicht minder international. Das Klientel ist etwas anders. Diese Gläubigen leben schon lange in Norwegen und haben sich hier eingerichtet. Ihr Glaube ist ihnen deswegen nicht weniger wichtig. Anschließend kommt es zur Begegnung im Pfarrhaus, ein wichtiger Kontakttreff für die Katholiken. Hier erfahren die Gläubigen Gemeinschaft. Diese muss noch vertieft werden und jeder ist zum Anpacken aufgefordert. Gemeinschaft ist unentbehrlich, um im Glauben zu reifen Interessanterweise findet sich unter den Besuchern auch ein Mitglied einer Pfingstkirche, das soeben zum ersten Mal eine katholische Messe erlebt hat. Zaghaft enthüllt er seine Identität, um im nächsten Schritt den Priester zu fragen, ob er in Zukunft einmal Lust hätte, mit den Pfingstlern zusammen eine Evangelisation zu machen. „Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen!“, äußert sich Pfarrer Zielinski vorsichtig. Schließlich ist seine Kirche nicht groß und da muss er auch schon mal aufpassen, dass jemand nicht auf falsche Gedanken kommt. Aber an diesem Sonntag ist noch lange kein Feierabend. Am Mittag tummeln sich die vietnamesischen Katholiken, die einmal im Monat in St. Josef einen Gottesdienst in ihrer Sprache feiern. Buntes Kindergeschrei und Leben füllt das Pfarrhaus. „Gut, dass sie jetzt nach Hause gehen!“, seufzt Pfarrer Zielinski und man kann es ihm nicht übel nehmen. So schön die Schar der Gläubigen ist, so anstrengend kann das Ganze werden. „Die Leute sollen ja auch untereinander Kontakt aufnehmen und nicht nur mit mir.“ Die wichtigste Aufgabe der Kirche sieht Pfarrer Zielinski in der Mission. „Unsere Kirche muss missionarisch tätig sein. Einerseits müssen die Katholiken in ihrer persönlichen Glaubenshaltung gefestigt werden, im Glauben reifen. Andererseits bedarf es der Communio, der Gemeinschaft. In unserer säkularisierten Welt laufen die Menschen allen möglichen Esoterikangeboten nach. Nur Christus schenkt jedoch Erlösung. Nur so hat unsere Kirche eine Zukunft!“ Was er sich für die Zukunft wünsche? „Dass noch mehr neue Gemeinschaften hierher kommen. Arbeit gibt es mehr als genug.“ Er selbst gehört der Gemeinschaft der Seligpreisungen an. Gerade hat er einige Gäste aus der Gemeinschaft Emmanuel aus Deutschland zu Gast und animiert sie, nach Norwegen zu kommen und zu evangelisieren. Denn die kleine, lebendige Glaubensschar in Norwegen verdient sicher größere Beachtung. |
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