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der Heilige Ansgar
   

Das Bistum Kopenhagen

Evangelisch-lutherische Dorfkirche in Dänemark
Bischof Czeslaw Kozon von Kopenhagen an der Ansgar-Statue vor seiner Bischofskirche.
Wappen des Bistums Kopenhagen.

Die katholische Kirche in Dänemark

Das Bistum Kopenhagen - lateinisch: Dioecesis Hafniae - ist das einzige Bistum Dänemarks und umfasst das gesamte Königreich Dänemark, einschließlich der Färöer und Grönlands. Flächenmäßig ist es damit das größte katholische Bistum der Welt. Der Bischofssitz befindet sich in der Hauptstadt Kopenhagen. Diözesanpatron ist der Heilige Ansgar, der Apostel Skandinaviens.

Die katholische Kirche in Dänemark ist eine Diasporakirche und untersteht direkt dem Heiligen Stuhl. In der Reformation waren, anders als in Deutschland, die Bischöfe geschlossen zur neuen lutherischen Staatskirche übergegangen. Erst im 19. Jahrhundert kamen katholische Missionare ins Land.

Die katholische Kirche in Dänemark ist mithin eine junge Diasporakirche.
Am 7. August 1868 bekam das kleine Häuflein der Katholiken in der Apostolischen Präfektur einen ersten kirchenrechtlichen Rahmen, nachdem es zuvor zum Apostolischen Vikariat für die Norddeutschen Missionen gehört hatte. Die Präfektur wurde am 12. März 1892 zum Apostolischen Vikariat aufgewertet. Aus dem ging am 29. April 1953 das Bistum København hervor.

Seit 1950 ist die Zahl der Katholiken im Bistum von 23.000 auf 44 493 Gläubige angewachsen. Das sind 0,6 % der 5 487 752 Einwohner des Königreichs Dänemark.  Das Bistum zählt es heute 50 Pfarreien mit 38 Weltpriestern und 48 Ordenspriestern - letztere stammen häufig aus dem Ausland- und vier ständigen Diakonen sowie 226 Ordensschwestern.

Die katholische Kirche in Dänemark ist wie die in Schweden, Norwegen, Island und Finnland immer noch eine Minderheitenkirche. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt zwischen 0,2 % in Finnland und 1,9 % in Schweden. Eine „kleine Herde“, die weit verstreut lebt und wo eine Pfarrei oft das Ausmaß einer deutschen Diözese hat. Der überwiegende Teil der Katholiken sind Einwanderer aus der ganzen Welt; nicht selten sind in einer Gemeinde über 40 verschiedene Nationalitäten anzutreffen. Das macht die Seelsorge nicht unbedingt leichter, zumal ein anderer Kulturkreis und Sprachbarrieren die Beteiligung am Gottesdienst und am Gemeindeleben sowie die seelsorgliche Tätigkeit erschweren.

Obwohl die skandinavischen Länder allgemein als reiche und teure Länder gelten, ist die katholische Kirche eine arme Kirche. Viele Mitglieder kommen als mittellose Einwanderer, Flüchtlinge oder Asylbewerber ins Land und haben nur sehr wenig Geld. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zur evangelisch-lutherischen Staatskirche, der ca. 90 % der Bevölkerung angehören, die katholische Kirche nur eine äußerst minimale staatliche Unterstützung erhält, so dass Pfarrer und Gemeinden auf Spenden angewiesen sind. Das Ansgar-Werk unterstützt wie das Bonifatiuswerk deshalb diese Kirchen.

www.katolsk.dk

http://www.katolsk.dk Gottesdienste:

Birgitten gründen in Maribo wieder ein Kloster

Mitten im Herzen Lollands, einer Insel Dänemarks, liegt die historisch geprägte Stadt Maribo. Im 15. Jahrhundert um ein Kloster herum entstanden, hat sie eine 600-jährige Geschichte. Wahrzeichen der Stadt ist der dreischiffige Dom aus dem 15. Jahrhundert. Er wurde in Verbindung mit dem Kloster der heiligen Birgitta für Schwestern und Mönche erbaut. Der Dom steht noch heute, doch vom Kloster blieben nur einige Ruinen erhalten.
Nach der Reformation 1556 wurde das Kloster aufgelöst, die katholische Kirche verboten und die lutherische Staatskirche für ganz Dänemark eingeführt. Erst seit 1789 herrscht hier wieder Religionsfreiheit.
Mit der Einweihung eines neuen Birgittenklosters in Maribo ist ein Traum in Erfüllung gegangen, den die Generaläbtissin des Birgittenordens, Mutter Tekla Famiglietti, Rom, eines Nachts hatte: In Maribo sollte wieder ein Kloster entstehen.
Am 15. September 2006 weihte der Kopenhagener Bischof, Msgr. Czeslaw Kozon, das neue Birgittenkloster unweit der alten Klosterruinen ein. Die Einweihung war ein Fest für die gesamte Kirche in Dänemark. Viele Ordenschristen, Priester und Laien nahmen teil. Auch die lutherische Staatskirche auf der Insel war vertreten und zwar durch den emeritierten Bischof Finn Jeppsen wie seinen Nachfolger Steen Skovsgaard. Ebenso nahm der Pastor der Domkirche teil. Die Bürgermeisterin der Stadt Maribo und die Bevölkerung aus Stadt und Umgebung feierten mit.
Das jetzige Gästehaus hatte die Stadt Maribo den Schwestern, als sie 2003 zurückkehrten, zum Kauf angeboten, Es ist ein ehemaliges Kinderheim. Es stand nach dem Umbau zunächst den Schwestern mit einigen Gästezimmern zur Verfügung. Daran schließt sich nun das neue Kloster an.
Im Kloster leben und arbeiten sieben Birgittenschwestern aus drei Nationen. Sie führen ein kontemplatives Leben und sie sind für ihre Gaste da. Die Einnahmen aus dem Gästehaus dienen ihrem Lebensunterhalt.
Wer Ruhe, Stille und die Natur der wunderschönen Insel sucht, findet hier Erholung für Leib und Seele.
St.-Birgitta-Kloster, Refshalevej 81, DK – 4930 Maribo, Dänemark

Quelle: Dorothea Olbrich: Ansgar-Info

Das Kloster und Bilder von der Einweihung durch Bischof Ceslaw Kozon in Anwesenheit von Bischof Anders Arborelius.