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der Heilige Ansgar
   

Die Heilig-Geist-Kapelle in Turku
Die finnisch-orthodoxe Uspenski Kathedrale in Helsinki
Der finnisch-lutherische Dom

Treffen der nordischen Priesteramtskandidaten anno 2007

Das diesjährige Treffen des PSP fand  vom 15. bis 18.August in Finnland statt. Es stand unter dem Thema ’Die neuen Bewegungen in der Kirche’. Die Teilnehmer von Dänemark (1), Norwegen (6) und Schweden (7) fuhren gemeinsam mit der Fähre von Stockholm nach Turku, wo sie trotz der frühen Morgenstunde von Cuong Dang erwartet wurden. Er führte die Gruppe zum Frühstück zu den Birgitten, wo auch der zweite Priesteramtskandidat von Finnland zu der Gruppe dazu stieß.

Nachdem man sich gestärkt und gemeinsam die Laudes gebetet hatte, hielt Tri Toan Nguyen, der im letzen Jahr zum Priester geweiht wurde, einen Vortrag über die katholische Kirche in Finnland. Zur Zeit gibt es 20 Priester im Bistum Helsinki, das in sieben Gemeinden aufgeteilt ist. Die Gesamtzahl der Katholiken in Finnland liegt bei ungefähr 10 000 Gläubigen. Die flächenmäßig größte Gemeinde ist die Gemeinde von Oulu, die Lappland umfasst. Die Gemeinde ist jedoch zahlenmäßig eine der drei kleinsten Gemeinden mit 519 offiziell registrierten Katholiken.
Anschließend führte Tri die Gruppe durch die finnische Hauptstadt und zeigte ihnen unter anderem die Heilig Geist Kapelle, die unter einem Kaufhauskomplex liegt. Als 1986 der Grund für den Gebäudekomplex ausgehoben wurde, entdeckte man Reste eines Heilig Geist Hospitals und einer Kapelle samt eines Friedhofes. Recherchen ergaben, dass das Hospital zum erstenmal in Schriften von 1390 erwähnt wird.  
    Der Bauherr, selbst Katholik, ließ seinen Bau umplanen, so dass jetzt im Keller des Einkaufszentrums eine Mauer der alten Kapelle zu sehen ist. Der Raum an dieser Mauer ist als Kapelle gestaltet und die Toten haben eine neue, würdige Grabstätte oberhalb der Mauer und innerhalb des ursprünglichen Kirchenraumes gefunden.
Danach schauten die Theologiestudenten sich die Domkirche von Turku an, die jetzt jedoch der finnisch-lutherischen Gemeinde gehört.
    Nach einem sehr guten Mittagessen bei den Birgitten machte sich die Gruppe auf nach Stella Maris, dem Bildungshaus des Bistums Helsinki, das zwischen Turku und Helsinki inmitten einer wunderbaren Naturlandschaft liegt. Dort stiessen auch Dorothea Olbrich aus Deutschland und Msgr. Göran Degen, der Rektor des schwedischen Priesterseminars zur Gruppe. Beide verbrachten die Tage zusammen mit den Priesteramtskandidaten. Am Abend feierte Daniel Nørgaard, der am 14 Juli dieses Jahres zum Priester für das Bistum Kopenhagen geweiht wurde, die heilige Messe mit der Gruppe und spendete allen seinen Primizsegen.
    Am nächsten Tag fuhr man nach Helsinki, wo Marko Tervaportti, der Direktor des katholischen Informationsdienstes, die Theologiestudenten erwartete. Er erklärte ihnen die Geschichte der katholischen Bischofskirche St. Henrik und den zur Zeit recht verwickelten Disput um die Reliquie des hl. Henrik zwischen der lutherischen Gemeinde in Turku und dem katholischen Bistum Helsinki. Danach führte Marko die Besucher durch die Stadt und zeigte ihnen unter anderem die finnisch-orthodoxe Uspenskij Kathedrale und den finnisch-lutherischen Dom.
    Am Nachmittag stieß Kopenhagener Bischof Czeslaw Kozon hinzu. Gemeinsam besuchte man den Oberhirten von Helsi8nki, Bischof Jozef Wróbel SCJ, der  über seine Arbeit und das Bistum berichtete. Am Abend feierte Bischof Kozon mit der Gruppe die heilige Messe in Stella Maris. Nach dem Abendessen gab es eine kurze Einführung zum Thema des Treffens: "neue Bewegungen in der Kirche".
    Am Freitag kam Msgr. Marino Trevisini nach Stella Maris und berichte über das Neokatechumenat. Der neokatechumenale Weg will besonders die Menschen ansprechen, die schon getauft sind, aber nicht genügend christliche Bildung haben. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass Familien der Bewegung dorthin gesandt werden, wo die Kirche die Menschen sonst nur schwer erreicht oder wo eine Neuevangelisierung notwendig ist. Das Neokatechumenat hat ein Priesterseminar in Finnland und ist mit der Leitung von zwei Gemeinden beauftragt.
    Am Abend feierte Jakub Budkiewicz, der am 7. Juli für das Bistum Reykjavik zum Priester geweiht wurde, die Messe und auch er spendete anschließend den Primizsegen.
    Nach dem Abendessen verbrachte man einen letzten gemeinsamen Abend beim Lagerfeuer am See. Msgr. Göran Degen hielt zu diesem Anlass eine kurze Ansprache, in der er auf die Wichtigkeit dieser Treffen hinwies. Es sei wichtig, Bande auch über die Ländergrenzen hinweg zu knüpfen, damit man auch später Inspiration und Hilfe voneinander bekommen könne. Alle hatten das Gefühl, dass es gut ist zu wissen, dass noch mehr junge Menschen auf dem Weg zum Priestertum sind, mit denen man sich austauschen kann. Es war besonders schön, die drei teilnehmenden Dominikanerbrüder kennen zu lernen - einen Schweden und einen Norweger, die zur Zeit in Frankreich studieren.
     Am letzen Tag nahmen alle an der Messe teil, mit der das Bistums der 100-jährigen Tätigkeit der Herz-Jesu Priester in Finnland gedachte.  Es war ein wunderbares Fest mit einer Messe im Grünen neben der Kapelle bei strahlendem Sonneschein und mit Katholiken vieler Nationen. Hier hatte man die Gelegenheit die Lebendigkeit der katholischen Kirche in Finnland „live“ mitzuerleben.
    Am Nachmittag fuhren die Studenten mit einigen Pilgern zurück nach Turku, wo nach kurzem Aufenthalt die Fähre nach Stockholm bestiegen wurde.
  Es war eine wunderbare gemeinsame Zeit, in der alle Teilnehmer nicht nur viel über die katholische Kirche in Finnland lernten, sondern auch Zeit hatten, einander besser kennen zu lernen.
   Ein besonderer Dank geht an das Ansgarwerk und den Spendern, die diese Treffen immer wieder möglich machen. Hier sind besonders Dorothea Olbrich, die so interessiert an dem Treffen und dem Werdegang  der Theologiestudenten teilnimmt und den Birgittaschwestern in Stella Maris, die die Teilnehmer während des Aufenthaltes so wunderbar versorgten.