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der Heilige Ansgar
   

Geschichte der Ansgar-Werke

Gründer des Ansgarwerks München e.V.: Msgr. Johannes Müller, Apostolischer Vikar von Schweden und später Bischof von Stockholm
Gründer des Ansgarwerks Köln, Dr. Peter Louis
Gründer des Ansgar-Werks des Bistums Osnabrück: Msgr. Dr. Helmuth-Hermann Wittler, Bischof von Osnabrück/Hamburg
Gründer des Ansgar-Werks des Bistums Münster: Joseph Kardinal Höffner, Erzbischof von Köln, zuvor Bischof von Münster

Mit Bischof Johannes Müller fings an

Die Ansgarwerke waren über viele Jahrzehnte außer privaten Wohltätern und bestimmten Ordensgemeinschaften die einzigen Anlaufstellen, bei denen die Kirche in den nordischen Ländern mit ihren ganz extremen Diaspora-Verhältnissen Hilfe erwarten konnte.

Erst 1974 fasste die Generalversammlung des Bonifatiuswerkes mit Initiative von Prälat Franz Wüstefeld, den Beschluss, „von nun an gezielt und wirksam der sehr armen Kirche in den skandinavischen Ländern zu helfen“ und änderte entsprechend die Satzung. Damals blickten zwei der deutschen Ansgarwerke bereits auf eine ca. 50-jährige Geschichte zurück.

 1. Die älteste Gründung ist das St. Ansgarwerk München e.V. Es wurde 1923/24 ins Leben gerufen, nachdem 1922 der Münchener Domkapitular Dr. Johannes Müller Apostolischer Vikar in Schweden wurde; später war er der erste Bischof von Stockholm. Das Münchener Werk versucht aus dieser historischen Beziehung bis heute, alle Geistlichen der süddeutschen Diözesen inklusive Speyer über das gemeinsam mit Köln herausgegebene Jahrbuch zur Hilfe für die nordische Diaspora zu motivieren. 6000 Personen werden von dort angeschrieben. Dass dies ein Anliegen ist, das südlich des Mains noch schwerer zu vermitteln ist als weiter nördlich, sieht man an den Erträgen: Von Dezember 1998 bis Oktober 2000 konnte man von München aus die nordische Diaspora auf diesem Weg mit ca. 373.000 Euro unterstützen; der Betrag für das Jahr 2000 wird mit 235.000 DM angegeben. 

2. Das St. Ansgarius-Werk Köln ist ursprünglich eine private Gründung des Priesters Dr. Peter Louis (1886-1956), zuletzt Pfarrer in Leverkusen-Bürrig; er nannte sich seit 1925 „Generalprokurator des St. Ansgarius-Glaubenswerkes“; nach dem Urteil seiner Zeitgenossen hat er durch die seit 1934 erfolgte Herausgabe der Jahrbücher die nordische Diaspora der Vergessenheit überhaupt erst entrissen.

Das von ihm gegründete Werk... machte das Erzbistum Köln 1955 aus Überzeugung von dessen Notwendigkeit zu seinem eigenen. Denn eine Eingliederung in das Bonifatiuswerk, das damals mit der deutschen Diaspora mehr als genug zu tun hatte, war nicht möglich. Aus verschiedenen Gründen gelang es auch nicht, die anderen westdeutschen Bistümer zu einer Allianz zu bewegen... So blieb dieses Werk, obschon umfassender gedacht, tatsächlich weitgehend auf den Raum des Erzbistums beschränkt. Es erreicht zur Zeit ca. 5000 Adressaten, wobei die Priester und Diakone im Erzbistum Köln das Jahrbuch auch dann erhalten, wenn sie sich für das Werk nicht finanziell engagieren. Im Jahr 2000 wurden ca. 669.000 DM eingenommen und in den Norden weitergeleitet. 

3. Unter dem Eindruck des 1. Nordischen Katholikentags in Hamburg, 1965, gründete Bischof Helmut Hermann Wittler 1967 in seinem Bistum Osnabrück ein eigenes Ansgarwerk, dem 1995 das damals neu errichtete Erzbistum Hamburg beitrat. In diesen beiden Bistümern zählt man 3.800 Personen zum Fördererkreis, der zweimal jährlich eine eigene Illustrierte, Ansgar-Info - bis 2002: Informationen zur katholischen Kirche in den nordischen Ländern -, erhält. Im Jahr 2000 konnte man einen Betrag von 499.185 DM für den Norden aufbringen.

Das Ansgarwerk Hamburg/Osnabrück sieht seine unmittelbare Nachbarschaft zu Skandinavien als eine besondere Verpflichtung, die durch zahlreiche Patenschaften zwischen Gemeinden und die regelmäßige Durchführung von theologisch-spirituellen Fortbildungsveranstaltungen für Geistliche, Ordensleute und auch Laien aus dem Norden realisiert wird. 

4. Auch der verstorbene Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner gründete 1967, damals noch Bischof von Münster, dort ein eigenes Ansgarwerk; es zählt nach den letzten Angaben 2900 Förderer und konnte im Jahre 2000 die Summe von 438.337 DM für den Norden ausgeben. 

In den letztgenannten drei Bistümern gibt es für diesen Zweck einmal im Jahr eine obligatorische Kollekte in allen Kirchen, während die Erträge in München und Köln ausschließlich aus gezielten Spenden und Nachlässen kommen. (Quelle: Prälat Dr. Günther Assenmacher, Ansgar-Werk Köln)

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