Der Speer der Götter
w.t. Es ist auf den ersten Blick ein wenig seltsam, dass ausgerechnet ein Mensch aus Andorra die Ansgar-Literatur durch einen neuen Bildband bereichert.
Allerdings schaut man sich seinen Namen an, dann liegt die Vermutung nahe, es war wohl sein Hausname Ansger, der Mickael Ansger dazu bewog, sich auf die Spuren des Heiligen Ansgar zu begeben und über ihn einen ansehnlichen Bildband vorzulegen. Der Titel: Der Speer der Götter - Ansgar - Missionen in Wikinger Ländern.
Schlägt man das Buch auf, findet man noch einen weiteren Grund: Das Fürstentum Andorra geht auf eine Gründung Karls des Großen zurück. Es hat seitdem als Zwerg zwischen den beiden mächtigen Nachbarn Spanien und Frankreich überlebt. Vermutlich weil es beide Seiten klug einband. Denn der französische Staatspräsident und der spanische Bischof von Urgell sind die Staatsoberhäupter des Zwergstaats in den Pyrenäen.
Der Heilige Ansgar lebt in der gleichen Zeit. Sein Lebensweg wird im Buch an Hand vieler bunter Bilder von Corbie über Corvey, Verden, Hamburg, Bremen, Ribe und Birka nachgezeichnet. In der Einleitung macht Ansger klar, weshalb er das Buch schrieb: "Die literarische Darstellung von Ansgars Leben" entspreche "nicht seinem Lebensraum": Er werde zwar "als Visionär und Denker" beschrieben, aber "in diesem immer ungezähmt gebliebenen Teil Europas" habe es eines kühnen Mannes, um gegen alle Gefahren anzugehen, eines energischen Mannes, um sich allen Herausforderungen zu stellen und eines mutigen Mannes, um sie zu überwinden.
"Allein gegenüber den Nordmännern, den berühmten Wikingern, setzte er seine Ideen, eine neue Religion, durch mit der Aussicht auf einen blühenden Handel mit Mitteleuropa. Allein trat er vor die skandinavischen Könige, um Kontakte zu knüpfen und den Frieden zu fördern. Wir befinden uns ja mitten in der Wikingerzeit, in der die großen Städte wie Paeis, Nantes, Bordeaux, London, Barcelona, Toulouse, Aix und viele andere geplündert werden..."
Mickael Ansger hofft, dass sein Buch "einen ersten klärenden Einblick in diese wenig gekannte Epoche der Geschichte" verschaffe. "1200 Jahre nach seiner Geburt" verdiene "Ansgar zweifellos Anerkennung und Bewunderung". Er selbst sei auf den Spuren Ansgars gepilgert. Er wünscht aufrichtig, dass der Leser es nach der Lektüre des Buches ihm glreich tut.
Und um dem Buch eine weite Verbreitung zu ermöglichen, ist der begleitende Text in Französisch und Deutsch gedruckt. Zu beziehen ist das Werk bei Amazon.Der Speer der Götter - Ansgar - Missionen in Wikinger Ländern, ISBN-Nummer 978-99920-1-774-6. Preis: 32, 10 € unter ANSGAR on AMAZON.DE.
Weitere Literatur über St. Ansgar
teilweise nur noch antiquarisch zu erhalten:
Rimbert, Vita Anskarii, in Quellen des 9. und 11. Jahhunderts zur Geschichte der Hamburgischen Kirche und des Reiches - Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters - Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Bd. XI, Darmstadt 1978
Dieter Hägermann: Erzbischof Ansgar - Lehrer und Hirte, Missionar und Glaubensbote, in: Hospitium ecclesiae, Nr. 18, Bremen 1991
Gottfried Mehnert: Ansgar, Apostel des Nordens, Kiel 1964
Hermann Dörries, Georg Kretschmar: Ansgar, seine Bedeutung für die Mission, Hamburg 1965
Mit Ansgar beginnt Hamburg, Kath. Akademie Hamburg, Bd. 2, 1986
Basilius Senger OSB: Ansgar - Mönch und Apostel des Nordens, Bülmen 1989
Und für Kinder gibt es:
Ansgar und die wilden Wikinger
Eine Lebensgeschichte aus dem frühen Mittelalter. Mit großem Sachteil