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der Heilige Ansgar
   

Diese moderne Ansgarfigur schuf der Künstler Karlheinz Oswald 2000 für den Hamburger Domplatz. Sie steht gut sichtbar vor dem neugotischen St.-Marien-Dom, dem man eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Bremer Dom nachsagt.

Der Heilige ist ohne die sonst übliche Mitra mit vom nordischen Winden zerzaustem Gewand dargestellt. Er stemmt sich mit aller Macht, gestützt auf dem Kreuz der Frohen Botschaft, gegen den Sturm des Heidentums; damals wie heute. Die Statue kann so Vorbild für die Aktivitäten des Ansgar-Werks sein. Fotografie: Klaus Byner.

Das Ansgar-Werk unterstützt Katholiken in den Nordischen Ländern.

Diaspora im Hohen Norden bedeutet:

• eine junge, selbstbewusste und wachsende Kirche
• treues Glaubenszeugnis auch in großer Einsamkeit
• ökumenisches Miteinander in einer weithin entchristlichten Umwelt
• bei einer Versammlung von1000 Jugendlichen sind nur fünf katholisch
•Vertrauen auf die Verbundenheit mit der weltweiten Glaubensfamilie
• Gemeinden groß wie die Niederlande und Belgien zusammen
• mehrere hundert Kilometer Weg bis zum Sonntagsgottesdienst
• über 70 Nationalitäten in einer Kirchengemeinde

In der Sorge für die katholische Kirche in den nordischen Ländern  ist das Ansgar-Werk auf die Hilfe seiner Förderer angewiesen.

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Ansgar-Werk

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Das Foto zeigt: Mitte: Dr. Franz-Josef-Bode, Bischof von Osnabrück. Rechts neben ihm: Domakiptular Msgr. Ansgar Lüttel, Vorsitzender des Ansgar-Werks der Bistümer Osnabrück und Hamburg

 

Bischof Dr. Franz-Josef Bode konzelebriert mit den nordischen Gästen eine Eucharisytiefeier im Haus Ohrbeck.
Die nordischen Gäste mit P. Franz Richard OFM, ganz rechts.

Theologische Studientagung im Haus Ohrbeck

Die traditionelle Theologische Studientagung für Priester, Ordensleute und Laien aus den nordischen Bistümern und Prälaturen in leitenden Postitionen, die das Ansgar-Werk organisiert, fand in diesem Jahr in der Zeit vom  27. Juni bis 4. Juli 2011 im Haus Ohrbeck statt. Das diesjährige Thema lautete: "Zukunft der Kirche – Kirche für die Zukunft - Eine pilgernde, hörende und dienende Kirche"

Unter diesem Titel hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zur Eröffnung der Herbst-Vollversammlung am 20 Sept. 2010 ein beachtenswertes Referat gehalten. Darin hielt er auf dem Hintergrund der Vertrauenskrise der Kirche in Deutschland ein wegweisendes Plädoyer für die wichtige Rolle der Kirche, die sich in einer zunehmend fremden Welt verorten muss, um den Menschen Heimat und Hoffnung auf Zukunft zu schenken. Seine Gedanken regten die Verantwortlichen des Ansgar-Werks unter Domkapitular Msgr. Ansgar Lüttel dazu an, die diesjährige Studientagung unter dieses Thema zu stellen.

Vielen Verantwortlichen in der Kirche ist durch die innerkirchlichen Vorfälle um den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Jahr 2010 bewusst geworden, dass die Kirche in eine Vertrauenskrise geraten ist und vor neuen Herausforderungen einer missionarischen Pastoral und Spiritualität steht. Diese Erneuerung wurde während der Theologischen Studientagung in Haus Ohrbeck in den Blick genommen.

Die vier Stichworte „pilgernd, hörend, verkündigend, dienend“ wurden jeweils in einem Tagen in ihrer theologischen, pastoralen und spirituellen Dimension bedacht, um darin Impulse für eine innovative und in die Zukunft blickende Seelsorge zu finden. So beschäftigte sich Dr. Martin Rohner, Uni Münster,  mit der pilgernden Kirche, P. Franz Richard OFM vom Haus Ohrbeck mit der verkündenden Kirche, Prof. Dr. Georg Steins, Uni Osnabrück, mit der hörenden Kirche und Dr. Stefan Winter, Generalvikariat Osnabrück, mit der dienenden Kirche.

Drei weitere Tagungsinhalte ergänzen die Seminararbeit der Studientagung:

- Der Besuch des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, dem das genannte Thema persönlich und in seinem Amt als Vorsitzender der pastoralen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ein besonderes Anliegen ist,

- Die Mitfeier des Pontifikalamtes am Sonntag am 3. Juli im Osnabrücker Dom, in dem die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer nachgefeiert wurde. Zur Vorbereitung auf diesen Gottesdienst kam am Samstag zuvor Prof. Dr. Dr. Helmut Rolfes, Bremen, ein Spezialist, was die Forschungen zu den Lübecker Märtyrern angeht.  

- Und eine Exkursion am Sonntagnachmittag  mit dem Besuch einer zum Kolumbarium umgewandelten Kirche und eines Gemeindefestes.

Die Verkehrssprache der Tagung war Deutsch, was viele nordische Christen beherrschen. Eine Simultanübersetzung ins Englische zu den Referaten und Diskussionsbeiträgen war während der Seminareinheiten aber gewährleistet.

Die Teilnahme an der Pontificalvesper im Osnabrücker Dom bildete den krönenden Abschluss der Tagung, an der 17 Christen aus den nordischen Ländern teilnahmen.

Neuer Bildband über St. Ansgar

Der Speer der Götter

w.t. Es ist auf den ersten Blick ein wenig seltsam, dass ausgerechnet ein Mensch aus Andorra die Ansgar-Literatur durch einen neuen Bildband bereichert.

Allerdings schaut man sich seinen Namen an, dann liegt die Vermutung nahe, es war wohl sein Hausname Ansger, der Mickael Ansger dazu bewog, sich auf die Spuren des Heiligen Ansgar zu begeben und über ihn einen ansehnlichen Bildband vorzulegen. Der Titel: Der Speer der Götter - Ansgar - Missionen in Wikinger Ländern.

Schlägt man das Buch auf, findet man noch einen weiteren Grund: Das Fürstentum Andorra geht auf eine Gründung Karls des Großen zurück. Es hat seitdem als Zwerg zwischen den beiden mächtigen Nachbarn Spanien und Frankreich überlebt. Vermutlich weil es beide Seiten klug einband. Denn der französische Staatspräsident und der spanische Bischof von Urgell sind die Staatsoberhäupter des Zwergstaats in den Pyrenäen.

Der Heilige Ansgar lebt in der gleichen Zeit. Sein Lebensweg wird im Buch an Hand vieler bunter Bilder von Corbie über Corvey, Verden, Hamburg, Bremen, Ribe und Birka nachgezeichnet. In der Einleitung macht Ansger klar, weshalb er das Buch schrieb: "Die literarische Darstellung von Ansgars Leben" entspreche "nicht seinem Lebensraum": Er werde zwar "als Visionär und Denker" beschrieben, aber "in diesem immer ungezähmt gebliebenen Teil Europas" habe es eines kühnen Mannes, um gegen alle Gefahren anzugehen, eines energischen Mannes, um sich allen Herausforderungen zu stellen und eines mutigen Mannes, um sie zu überwinden.

"Allein gegenüber den Nordmännern, den berühmten Wikingern, setzte er seine Ideen, eine neue Religion, durch mit der Aussicht auf einen blühenden Handel mit Mitteleuropa. Allein trat er vor die skandinavischen Könige, um Kontakte zu knüpfen und den Frieden zu fördern. Wir befinden uns ja mitten in der Wikingerzeit, in der die großen Städte wie Paeis, Nantes, Bordeaux, London, Barcelona, Toulouse, Aix und viele andere geplündert werden..."

Mickael Ansger hofft, dass sein Buch "einen ersten klärenden Einblick in diese wenig gekannte Epoche der Geschichte" verschaffe. "1200 Jahre nach seiner Geburt" verdiene "Ansgar zweifellos Anerkennung und Bewunderung". Er selbst sei auf den Spuren Ansgars gepilgert. Er wünscht aufrichtig, dass der Leser es nach der Lektüre des Buches ihm glreich tut.

Und um dem Buch eine weite Verbreitung zu ermöglichen, ist der begleitende Text in Französisch und Deutsch gedruckt. Zu beziehen ist das Werk bei Amazon.Der Speer der Götter - Ansgar - Missionen in Wikinger Ländern, ISBN-Nummer 978-99920-1-774-6. Preis: 32, 10 € unter ANSGAR on AMAZON.DE.

Weitere Literatur über St. Ansgar

teilweise nur noch antiquarisch zu erhalten:

Rimbert, Vita Anskarii, in Quellen des 9. und 11. Jahhunderts zur Geschichte der Hamburgischen Kirche und des Reiches - Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters - Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Bd. XI, Darmstadt 1978

Dieter Hägermann: Erzbischof Ansgar - Lehrer und Hirte, Missionar und Glaubensbote, in: Hospitium ecclesiae, Nr. 18, Bremen 1991

Gottfried Mehnert: Ansgar, Apostel des Nordens, Kiel 1964

Hermann Dörries, Georg Kretschmar: Ansgar, seine Bedeutung für die Mission, Hamburg 1965

Mit Ansgar beginnt Hamburg, Kath. Akademie Hamburg, Bd. 2, 1986

Basilius Senger OSB: Ansgar - Mönch und Apostel des Nordens, Bülmen 1989

Und für Kinder gibt es:

Ansgar und die wilden Wikinger

Eine Lebensgeschichte aus dem frühen Mittelalter. Mit großem Sachteil