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Ansgar-Info
Einkehrtage am norwegischen Fjord bei Trondheim haben sieben Trappistinnen ein neues Kloster gegründet. Es steht allen Interessenten offen. Zwar werden die Gästehäuser erst im Spätsommer fertig, weil aber bereits großer Zuspruch absehbar ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung. Die Trappistinnen - ihr Orden ist ein Reformzweig des Zisterzienserordens - verdienen durch die Beherbergung - ähnlich wie die Birgitten - ihren Lebensunterhalt. Außerdem stellen sie umweltgerecht Kräuterseifen her. Die Nonnen auf Tautra möchten ihr neues Kloster norwegischen Traditionen gemäß bauen, eingebettet in die Kultur des Ortes. Waren die Bewohner von Tautra bisher nur mit dem alten Kloster aus dem 13. Jahrhundert vertraut, so lernen sie nun Ordensfrauen von heute kennen und zeigen schon jetzt lebhaftes Interesse auch an den Plänen für den Klosterneubau. Längst schon vor Baubeginn haben die Nonnen im ganzen Land und weit darüber hinaus gute Freunde gewonnen. Diese Freunde, unter ihnen eine starke Unterstützergruppe, gehören dabei durchaus verschiedenen Religionen und Konfessionen an. Dem Kloster auf Tautra sind alle willkommen. Weitere Informationen auf der Homepage des Klosters: www.tautra.no. Der Zisterzienser Orden • Im Jahre 1098 fühlten sich einige Benediktiner von Gott berufen, ihr Kloster zu verlassen und das neue Kloster Cîteaux in Frankreich zu gründen. Von diesem neuen Kloster bekamen sie dann ihren Namen "Zisterzienser". Das alte Kloster Tautra wurde von Lysekloster bei Bergen besiedelt, einer Tochter von Fountains Abbey in Yorkshire, England. Das wieederum entstamte der Filiation von Clairvaux. Durch die eformation kam 1523 das Ende der selbstständigen Abtei. Im Jahr 1537 zog die Krone den Besitz des Kloster ein. Aus: Kirchenbote Osnabrück und Homepage des Klosters.
Klöster im NordenKlöster mit Gästehäusern (Birgittasystrar):Dänemark:
Sankt Birgitta Kloster Finnland:Birgittalaissisaret Schweden:
Birgittasystrarna Dominikanerinnenkonvent Johannesgården Intendent: Daniel Pauchard 031 - 709 61 84 eller 0708 - 962 735 Norwegen:Birgittasøstrene Weitere Klöster:Dänemark:Kloster Unserer Lieben Frau / Vor Frue Kloster Kloster St. Lioba Skt. Josefs Karmel Norwegen:Trappistinnenkloster - Tautra Mariakloster Karmeliterkloster Totus Tuus
Island:Karmelklaustur Sollte Ihr Kloster hier nicht vermerkt sein, dann seien Sie nicht böse. Mailen Sie uns einfach Ihre Daten und wir setzen sie ins Netz, zumal diese Seite noch nicht fertig ist. In Internet stehen leider nicht alle Klöster. weitere Infos an: w.tacke@kirchenamt-bremen.de
Estland:Wegen der räumlichen Nähe sei hier auch auf das Birgittenkloster in Tallinn hingewiesen, zumal es von Helsinki in weniger als zwei Stunden mit einer Schnellfähre erreichbar ist. Das Kloster wurde anno 2000 eingeweiht, liegt neben der Ruine des 1577 von Russen verwüsteten alten Birgittenkloster. Von den acht Schwestern sprechen zwei Deutsch. Hier die Adresse: Pirita-Klooster
Nonne werden - Wie geht das? Im Jahrbuch 2000 des St. Ansgarius-Werkes (AW) findet sich ein Interview mit zwei deutschen Nonnen, kontemplativen Dominikanerinnen des Lunden-Klosters in Oslo/Norwegen. Es sei hier abgedruckt: Sr. M. Thomas: Alles begann vor 15 Jahren. Ich glaube, ich war eine ganz normale junge Frau, die tagsüber in einer Bank arbeitete und in der Freizeit sehr aktiv in der Gemeindearbeit war. Außerdem liebte ich Skandinavien, welches in dieser Zeit mein jährliches Urlaubsziel war. Irgendwann rief ich mal Frau Olbrich vom St. Ansgar-Werk an, um evtl. Messzeiten innerhalb Norwegens zu erfahren. Frau Olbrich sandte mir daraufhin ein Heft mit Informationen über die katholische Kirche in den nordischen Ländern, in welchem u. a. ein kleiner Artikel über die Dominikanerinnen in Oslo stand ... Die Schwestern erzählten dort vom Chorgebet und einem kleinen Gemüsegarten. Der Gemüsegarten sprach mich nicht sonderlich an, aber dann war da noch das Chorgebet ... •AW: Fühlten Sie sich denn damals schon zum Klosterleben berufen? Sr. M. Thomas: Früher hatte ich schon einmal an ein Säkularinstitut gedacht, war aber noch Suchende. Am allerliebsten wäre ich Mönch in Nütschau geworden, was ja aus verständlichen Gründen nicht ging. AW: Wie kam es zu einer Entscheidung für Oslo? Sr. M. Thomas: 1984 besuchte ich das Kloster zum ersten Mal. Die Schwestern feierten gerade ihr 25 jähriges Bestehen und ich nahm als sog. "Kuckfräulein" an der sehr feierlichen Liturgie teil. ...1985 kam ich dann für 3 Wochen zurück, um mit den Schwestern in der Klausur zu leben. Ein Jahr nach diesem Besuch trat ich dann ein. AW: Wie war es bei Ihnen, Schwester Hildegard? Sr. Hildegard: Am Tag meiner Einschulung. also mit sechs Jahren. begann ich auf die Frage. was ich denn später einmal werden wolle, allen mit großer Überzeugung zu erzählen, dass ich Missionarin werde. wie andere Kinder vielleicht Schornsteinfeger oder Lokomotivführer. Ich erinnere mich noch. dass viele das belächelten oder süß fanden. Meinen Eltern machte dieser ausgefallene Berufswunsch jedoch damals schon ernsthafte Sorgen. Mit 21 Jahren trat ich dann auch in den Dominikanerorden ein. dem ich inzwischen schon 32 Jahre angehöre. AW: Ist es nicht ein sehr einseitiges Leben, sich So radikal aus der "Welt" zurückzuziehen, um nur zu beten? Sr. Hildegard: Ganz im Gegenteil! Es ist eine Lebensform. die sich am Ideal der Güter- und Liebesgemeinschaft der ersten Christen in Jerusalem orientiert. wie es uns in der Apostelgeschichte überliefert ist (vgl. Apg. 4.32-35). Dementsprechend beginnt auch die älteste Mönchsregel des Abendlandes, die Regel des HI. Augustinus, mit den Worten: "Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist. in Eintracht zusammenzuwohnen und ein Herz und eine Seele in Gott zu haben." Das Klosterleben ist eine "Schule der Liebe". Außerdem hat diese Lebensform klare Strukturen. die es uns erlauben. relativ frei vom dauernden Konsumzwang zu bleiben. Es geht in diesem Leben nicht so sehr um´s Haben als viel mehr um´s Sein. AW: Engen die Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam den modernen Menschen von heute. nicht zu sehr ein? Sr. Hildegard: Richtig verstanden und gelebt befreien sie. Nonnen und Mönche sind Menschen, die Gottes Ruf vernommen haben und durch den Alltag hindurch in die Schule der Heiligkeit gehen. Das geschieht nicht automatisch. sondern ist ein Lebensprozess. in dem wir bitten, dass unser Kleinerwerden Seinem Größerwerden in uns entspricht und wir mit dem HI. Paulus sagen dürfen: "Nicht mehr ich lebe, sonder Christus lebt in mir." AW: Können Sie einige konkrete Beispiele dafür geben? Sr. Hildegard: Beim Wort Gelübde denkt man oft nur an den Verzicht auf etwas. Doch richtig verstanden, setzen sie einen kreativen Umgang voraus. So versuchen wir durch unseren Lebensstil dem Negativen etwas Positives gegenüberzustellen, z. B.: der Gewinnsucht, dem Überfluss - die Anspruchslosigkeit. einen einfachen Lebensstil; der Wegwerfmentalität -bewussten Umgang mit Gütern; dem Geiz- das Teilen; dem Egoismus – den selbstlosen Dienst; der Oberflächlichkeit - Stille und Besinnung; der Leichtfertigkeit -Verantwortung; der Freiheit auf Kosten anderer- Gehorsam; der inneren Leere - das Gebet; der Zwietracht, Ablehnung von Rassen. Nationen und Klassen die allumfassende Liebe, die alle, ohne Unterschiede annimmt; dem Sexismus - die Bejahung der Keuschheit. Das ist ein "alternatives" Lebensprogramm und ich bin wirklich erstaunt. dass junge Leute in Europa sich so selten davon herausgefordert fühlen. AW: Wie steht es mit dem Nachwuchs? Sr. M. Thomas: Erstaunlicherweise gibt es. weltweit gesehen. nicht weniger Berufungen. Viele Gemeinschaften, welche in einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Not entstanden sind, sterben aus. doch entstehen anderswo neue Gemeinschaften und neue Lebensformen. Ich glaube. solange die Menschen auf dieser Erde leben. wird es Nonnen und Mönche geben. AW: Eine letzte Frage an Sie, Schwester Hildegard. Haben Sie einen Wunsch an Ihre Mitchristen in Deutschland? Sr. Hildegard: In der Konzilskonstitution über die Kirche "Lumen Gentium" wird die Berufung aller Getauften zur Heiligkeit unterstrichen. Das ist also kein Programm für eine elitäre Gruppe. sondern Aufgabe und Herausforderung für uns alle. Auf der einen Seite klagen wir über eine ständig mehr und mehr um sich greifende Säkularisierung und wundern uns dann, wenn die Jugendlichen und Kinder mehr und mehr an einer existenziellen Sinnlosigkeit leiden. In diesem Sinne wünsche ich mir und allen .... dass wir wieder begeisterte Christen werden, die der Welt glaubhaft verkünden, dass das Leben lebenswert ist. Wenn ich So auf die Berufungsgeschichte meiner Mitschwester Maria Thomas sehe, kann ich nur hoffen, dass es in der Heimat noch andere junge Frauen gibt, die gerne "Mönch in Nütschau" werden möchten und vielleicht unsere Adresse noch nicht kennen ... Aber im Ernst: Wir würden uns hier im hohen Norden über Verstärkung aus der Heimat schon sehr freuen. Ruf doch mal an oder schreib uns oder schau mal rein! Dominikanerinnen. Lunden Kloster, |
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