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der Heilige Ansgar
   

Ansgar-Info

Die Ruinen der Zisterzienserabtei Tautra
Das neue Zisterzienserinnenkloster Tautra

Einkehrtage am norwegischen Fjord

In der Nähe der Ruinen des ehemaligen norwegischen Zisterzienserklosters Tautra

bei Trondheim haben sieben Trappistinnen ein neues Kloster gegründet. Es steht allen Interessenten offen. Zwar werden die Gästehäuser erst im Spätsommer fertig, weil aber bereits großer Zuspruch absehbar ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung. Die Trappistinnen - ihr Orden ist ein Reformzweig des Zisterzienserordens - verdienen durch die Beherbergung - ähnlich wie die Birgitten - ihren Lebensunterhalt. Außerdem stellen sie umweltgerecht Kräuterseifen her.

Die Nonnen auf Tautra möchten ihr neues Kloster norwegischen Traditionen gemäß bauen, eingebettet in die Kultur des Ortes. Waren die Bewohner von Tautra bisher nur mit dem alten Kloster  aus dem 13. Jahrhundert vertraut, so lernen sie nun Ordensfrauen von heute kennen und zeigen schon jetzt lebhaftes Interesse auch an den Plänen für den Klosterneubau.

Längst schon vor Baubeginn haben die Nonnen im ganzen Land und weit darüber hinaus gute Freunde gewonnen. Diese Freunde, unter ihnen eine starke Unterstützergruppe, gehören dabei durchaus verschiedenen Religionen und Konfessionen an. Dem Kloster auf Tautra sind alle willkommen.
Wer die lange und eintönige Fahrt mit dem Auto - ab Hannover immerhin rund 1600 km - nicht schon zur Meditation nutzen will, sollte einen Direktflug von Hamburg nach Trondheim buchen.

Adresse: Tautra Mariakloster, N. 7633 Frosta, Telefon 0047 74 80 85 51, E-mail: tautra@tautra.no.

Weitere Informationen auf der Homepage des Klosters: www.tautra.no.

Der Zisterzienser Orden

    •     Im Jahre 1098 fühlten sich einige Benediktiner von Gott berufen, ihr Kloster zu verlassen und das neue Kloster Cîteaux in Frankreich zu gründen. Von diesem neuen Kloster bekamen sie dann ihren Namen "Zisterzienser".
    •     Dem Zisterzienser-Orden als Teil der römisch-katholischen Kirche gehören Mönchs- und Nonnengemeinschaften auf der ganzen Welt an.
    •     Ziel des Ordens ist es, seinen Mitgliedern ein Leben zu ermöglichen in Gebet und Einsamkeit, Armut und Einfachheit.
    •     Zisterzienser leben zusammen in Gemeinschaften, die man "Klöster" nennt. Heute gibt es weltweit 100 Klöster für Mönche und 68 Klöster für Nonnen. Die 1664 unter dem Reformabt, Armand-Jean de Rancè, enstandene Ordensgemeinschaft der Trappisten, sind nach dem Kloster La Trappe benannt. Die den Trappisten nachgebildeten Trappistinnen nennt man auch Zisterzienserinnen von der strengen Observanz.
    •     Zisterzienser leben von ihrer eigenen Hände Arbeit, jedes Kloster ist dabei auf finanzielle Eigenständigkeit bedacht.
    •     In Norwegen haben sich die ersten Zisterzienser 1146 im Lyse-Kloster in der Nähe von Bergen angesiedelt. Dort blieben sie bis zur Reformation im 16. Jahrhundert.
    •     Es ist eine Nonnengemeinschaft, die die erste dauerhafte Gründung eines Zisterzienserklosters seit der Reformation in Norwegen unternimmt: Tautra Mariakloster, 1999 errichtet auf der Insel Tautra im mittelnorwegischen Trøndelag.

Das alte Kloster Tautra wurde von Lysekloster bei Bergen besiedelt, einer Tochter von Fountains Abbey in Yorkshire, England. Das wieederum entstamte der Filiation von Clairvaux. Durch die eformation kam 1523 das Ende der selbstständigen Abtei. Im Jahr 1537 zog die Krone den Besitz des Kloster ein.

Aus: Kirchenbote Osnabrück und Homepage des Klosters.

Das Modell des Mariaklosters Tautra
Dreimal St. Birgitta: Einmal als Fresko.
Ihr Reliquienschrein in der ev.-luth. Klosterkirche zu Vadstena in Schweden.
Einmal als Statue.
Das Refektorium des birgittinischen Urklosters in Vadstena - Fotos von Chris Maluszynski

Klöster im Norden

Klöster mit Gästehäusern (Birgittasystrar):

Dänemark:

Sankt Birgitta Kloster
Reftshalevej 81
4930 Maribo
Telefon: 55 72 85 16
Fax: 55 77 77 10
E-mail: birgittasoestrene@mail.dk
Homepage: www.sanktbirgittakloster.dk

Finnland:

Birgittalaissisaret
Ursininkatu 15 a
20100 Turku
Tel: 00358-21-250 1910
Fax: 00358-21-250 3078
e-mail: birgitta.turku@kolumbus.fi

Schweden:

Birgittasystrarna
Burevägen 12
182 63  Djursholm
Tel. 08-755 17  85
Fax. 08-622 66 17
e-mail: djursholm@birgittasystrarna.se
Homepage: www.birgittasystrarna.se/djursholm

Birgittagården
Uddnäsvägen 58
791 46 Falun
Tel: 023-321 47
Fax: 023-324 71
e-mail: falun@birgittasystrarna.se
Homepage: www.birgittasystrarna.se/falun

S:ta Birgittas Kloster Pax Mariae
Myntbacken 2
592 30 Vadstena
Tel: 0143-109 43 Gästhemmet
Tel: 0143-135 11 Mariagården
Fax: 0143-10943
e-mail: birgittasystrarna@katolskakyrkan.se
Homepage: www.katolskakyrkan.se/birgittasystrarna

Dominikanerinnenkonvent Johannesgården
Bildungshaus
Trollbärsvägen 16
426 55 Västra Frölunda
Göteborg, Swede
Tel.:+46-(0)31-709 64 80
Fax: +46-(0)-31-709 64 89
e-mail: johannes_garden@telia.com

Intendent: Daniel Pauchard 031 - 709 61 84 eller 0708 - 962 735

Norwegen:

Birgittasøstrene
Idrettsveien 14
7072 Heimdal
Postadress:
Box 80
N-7472 Trondheim
Tel: 0047-72888214
Fax: 0047-72888223
e-mail: kiistift@online.no

Weitere Klöster:

Dänemark:

Kloster Unserer Lieben Frau  / Vor Frue Kloster
Benediktinerinnenabtei:
Benediktinerinderne, Vor Frue Kloster,
Åsebakken,
Høsterkøbvej 3,
3460 Birkerød,
Tel: 0045-(0)4581-06  98,
Fax: 0045-(0)4582-89 19

Kloster St. Lioba
Benediktinerinnenabtei der Kongregation der Hl. Lioba):
Anschrift: Sankt Lioba Kloster,
Jens Jessens Vej 7,
2000   Frederiksberg
Tel: 0045-(0)3871-4872,
Fax: 0045-(0)3871-1296,
e-mail: Sankt-Lioba-Kloster@mail.dk

Skt. Josefs Karmel
Brödeskovvej 46
3400 Hilleröd
Tel: 4816 1838
Fax: 4816 1858
e-mail: karmel.mail.dk

Norwegen:

Trappistinnenkloster - Tautra Mariakloster
7633 Frosta,
Telefon 0047 74 80 85 51,
E-mail: tautra@tautra.no
Homepage: www.tautra.no

Karmeliterkloster Totus Tuus
Holtvegen 38 A
9012 Trmsö
Telefon: 77 69 10 80
Fax: 77 69 10 81
E-Mail: totustuus@karmel.latolsk.no
Momepage: www.karmel.katolks.no

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Island:

Karmelklaustur
Ölduslóð 38,
220 Hafnarfjörður.
Tel: 555 0378
Fax: 555 0872.
e-mail: karmel@karmel.is
Homepage: www.karmel.is

Sollte Ihr Kloster hier nicht vermerkt sein, dann seien Sie nicht böse. Mailen Sie uns einfach Ihre Daten und wir setzen sie ins Netz, zumal diese Seite noch nicht fertig ist. In Internet stehen leider nicht alle Klöster.

weitere Infos an: w.tacke@kirchenamt-bremen.de

 

Estland:

Wegen der räumlichen Nähe sei hier auch auf das Birgittenkloster in Tallinn hingewiesen, zumal es von Helsinki in weniger als zwei Stunden mit einer Schnellfähre erreichbar ist.

Das Kloster wurde anno 2000 eingeweiht, liegt neben der Ruine des 1577 von Russen verwüsteten alten Birgittenkloster. Von den acht Schwestern sprechen zwei Deutsch.

Hier die Adresse:

Pirita-Klooster
Merivälja tee 18,
11911 Tallinn
E-mail: pirita@osss.ee
Tel.: 00372 6055000
Fax: 00372 6055010
Homepage: www.osss.ee

 

 

Nonne werden - Wie geht das?

Im Jahrbuch 2000 des St. Ansgarius-Werkes (AW) findet sich ein Interview mit zwei deutschen Nonnen, kontemplativen Dominikanerinnen des Lunden-Klosters in Oslo/Norwegen. Es sei hier abgedruckt:

AW: Schwester Maria Thomas, können Sie berichten, wie eine junge Frau aus dem Bistum Osnabrück in ein beschauliches Kloster nach Norwegen kommt?

Sr. M. Thomas: Alles begann vor 15 Jahren. Ich glaube, ich war eine ganz normale junge Frau, die tagsüber in einer Bank arbeitete und in der Freizeit sehr aktiv in der Gemeindearbeit war. Außerdem liebte ich Skandinavien, welches in dieser Zeit mein jährliches Urlaubsziel war. Irgendwann rief ich mal Frau Olbrich vom St. Ansgar-Werk an, um evtl. Messzeiten innerhalb Norwegens zu erfahren. Frau Olbrich sandte mir daraufhin ein Heft mit Informationen über die katholische Kirche in den nordischen Ländern, in welchem u. a. ein kleiner Artikel über die Dominikanerinnen in Oslo stand ... Die Schwestern erzählten dort vom Chorgebet und einem kleinen Gemüsegarten. Der Gemüsegarten sprach mich nicht sonderlich an, aber dann war da noch das Chorgebet ...

•AW: Fühlten Sie sich denn damals schon zum Klosterleben berufen?

Sr. M. Thomas: Früher hatte ich schon einmal an ein Säkularinstitut gedacht, war aber noch Suchende. Am allerliebsten wäre ich Mönch in Nütschau geworden, was ja aus verständlichen Gründen nicht ging.

AW: Wie kam es zu einer Entscheidung für Oslo?

Sr. M. Thomas: 1984 besuchte ich das Kloster zum ersten Mal. Die Schwestern feierten gerade ihr 25 jähriges Bestehen und ich nahm als sog. "Kuckfräulein" an der sehr feierlichen Liturgie teil. ...1985 kam ich dann für 3 Wochen zurück, um mit den Schwestern in der Klausur zu leben. Ein Jahr nach diesem Besuch trat ich dann ein.

AW: Wie war es bei Ihnen, Schwester Hildegard?

Sr. Hildegard: Am Tag meiner Einschulung. also mit sechs Jahren. begann ich auf die Frage. was ich denn später einmal werden wolle, allen mit großer Überzeugung zu erzählen, dass ich Missionarin werde. wie andere Kinder vielleicht Schornsteinfeger oder Lokomotivführer. Ich erinnere mich noch. dass viele das belächelten oder süß fanden. Meinen Eltern machte dieser ausgefallene Berufswunsch jedoch damals schon ernsthafte Sorgen. Mit 21 Jahren trat ich dann auch in den Dominikanerorden ein. dem ich inzwischen schon 32 Jahre angehöre.

AW: Ist es nicht ein sehr einseitiges Leben, sich So radikal aus der "Welt" zurückzuziehen, um nur zu beten?

Sr. Hildegard: Ganz im Gegenteil! Es ist eine Lebensform. die sich am Ideal der Güter- und Liebesgemeinschaft der ersten Christen in Jerusalem orientiert. wie es uns in der Apostelgeschichte überliefert ist (vgl. Apg. 4.32-35). Dementsprechend beginnt auch die älteste Mönchsregel des Abendlandes, die Regel des HI. Augustinus, mit den Worten: "Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist. in Eintracht zusammenzuwohnen und ein Herz und eine Seele in Gott zu haben." Das Klosterleben ist eine "Schule der Liebe". Außerdem hat diese Lebensform klare Strukturen. die es uns erlauben. relativ frei vom dauernden Konsumzwang zu bleiben. Es geht in diesem Leben nicht so sehr um´s Haben als viel mehr um´s Sein.

AW: Engen die Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam den modernen Menschen von heute. nicht zu sehr ein?

Sr. Hildegard: Richtig verstanden und gelebt befreien sie. Nonnen und Mönche sind Menschen, die Gottes Ruf vernommen haben und durch den Alltag hindurch in die Schule der Heiligkeit gehen. Das geschieht nicht automatisch. sondern ist ein Lebensprozess. in dem wir bitten, dass unser Kleinerwerden Seinem Größerwerden in uns entspricht und wir mit dem HI. Paulus sagen dürfen: "Nicht mehr ich lebe, sonder Christus lebt in mir."

AW: Können Sie einige konkrete Beispiele dafür geben?

Sr. Hildegard: Beim Wort Gelübde denkt man oft nur an den Verzicht auf etwas. Doch richtig verstanden, setzen sie einen kreativen Umgang voraus. So versuchen wir durch unseren Lebensstil dem Negativen etwas Positives gegenüberzustellen, z. B.: der Gewinnsucht, dem Überfluss - die Anspruchslosigkeit. einen einfachen Lebensstil; der Wegwerfmentalität -bewussten Umgang mit Gütern; dem Geiz- das Teilen; dem Egoismus – den selbstlosen Dienst; der Oberflächlichkeit - Stille und Besinnung; der Leichtfertigkeit -Verantwortung; der Freiheit auf Kosten anderer- Gehorsam; der inneren Leere - das Gebet; der Zwietracht, Ablehnung von Rassen. Nationen und Klassen die allumfassende Liebe, die alle, ohne Unterschiede annimmt; dem Sexismus - die Bejahung der Keuschheit. Das ist ein "alternatives" Lebensprogramm und ich bin wirklich erstaunt. dass junge Leute in Europa sich so selten davon herausgefordert fühlen.

AW: Wie steht es mit dem Nachwuchs?

Sr. M. Thomas: Erstaunlicherweise gibt es. weltweit gesehen. nicht weniger Berufungen. Viele Gemeinschaften, welche in einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Not entstanden sind, sterben aus. doch entstehen anderswo neue Gemeinschaften und neue Lebensformen. Ich glaube. solange die Menschen auf dieser Erde leben. wird es Nonnen und Mönche geben.

AW: Eine letzte Frage an Sie, Schwester Hildegard. Haben Sie einen Wunsch an Ihre Mitchristen in Deutschland?

Sr. Hildegard: In der Konzilskonstitution über die Kirche "Lumen Gentium" wird die Berufung aller Getauften zur Heiligkeit unterstrichen. Das ist also kein Programm für eine elitäre Gruppe. sondern Aufgabe und Herausforderung für uns alle. Auf der einen Seite klagen wir über eine ständig mehr und mehr um sich greifende Säkularisierung und wundern uns dann, wenn die Jugendlichen und Kinder mehr und mehr an einer existenziellen Sinnlosigkeit leiden. In diesem Sinne wünsche ich mir und allen .... dass wir wieder begeisterte Christen werden, die der Welt glaubhaft verkünden, dass das Leben lebenswert ist. Wenn ich So auf die Berufungsgeschichte meiner Mitschwester Maria Thomas sehe, kann ich nur hoffen, dass es in der Heimat noch andere junge Frauen gibt, die gerne "Mönch in Nütschau" werden möchten und vielleicht unsere Adresse noch nicht kennen ... Aber im Ernst: Wir würden uns hier im hohen Norden über Verstärkung aus der Heimat schon sehr freuen. Ruf doch mal an oder schreib uns oder schau mal rein!

Dominikanerinnen. Lunden Kloster,
Ovre Lunden 5. N-O594 Oslo/ Norwegen,
Telefon 0047 226418 20, Telefax 0047 2265 5790
Internet: http://www.katolsk.no/ordener/lunden